Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Umgang mit der AfD zeigt das Dilemma der Union auf

Zum Bericht „Unionsparteien und ihr rechter Rand“ und dem Wahlsieg der CDU in Sachsen-Anhalt (Politikteil):

Ein Strauß’sches Manifest legte 1987 (in Absprache mit dem damaligen Bundeskanzler Kohl) fest, dass es rechts der CSU/CDU keine demokratisch legitimierte Partei geben darf!

Dies hat(te) bezüglich der bayerischen „AndersRechten“ (alle demokratisch gewählt) bislang auch immer funktioniert: Die Bayernpartei wurde letztendlich aufgesogen; ebenso die Republikaner unter Schönhuber! Auch die norddeutsche „Schillpartei“ konnte wieder in die Union „eingegliedert“ werden!

Die frühere Mitgliedschaft in einer Unionspartei ist allerdings eine Gemeinsamkeit, die viele Republikaner und AfDler teilen! Denn so wie abtrünnige CSU-Politiker 1983 die Republikaner gründeten, waren bei der Gründung der AfD 2013 enttäuschte CDUler dabei! Der rechte Rand ist und war immer Bestandteil der Unionsparteien – entweder offen oder integriert!

Neu ist allerdings das Dilemma mit der AfD: Distanziert sich die Union von der AfD, verliert sie ihren rechten Rand! Versucht sie sich diese Partei einzuverleiben, verliert sie die Mitte (was auch immer dies ist). Unterm Strich ist das Ende der letzten deutschen Volkspartei besiegelt!

Auch aktuell steht die Union für die „Ewig Gestrigen“: Sie bezeichnet hartnäckig die Grünen als Verbotspartei, weil diese schon in den 90ern mit dem gleichen Ansatz wie heute Benzinpreiserhöhungen gefordert hatten! Heute fordert die Union unter dem Strich das Gleiche! Wenn es aber konkret werden soll, wird alles massiv bekämpft.

Im Umkehrschluss heißt dies doch, die Union hat 30 Jahre im Tiefschlaf verbracht! Sie bezeichnet Zukunftsanforderungen stets als ihr ureigenes Produkt, lehnt die Umsetzung aber zeitgleich in den zuständigen Gremien vehement ab! Wir könnten viel weiter sein!

Horst Tidhalm

Waldkraiburg

Die CDU in Sachsen-Anhalt hat die Wahl gewonnen und die Freude ist groß, dass die böse AfD verloren hat. Laut Medienberichten waren es die Älteren, die Reiner Haseloff zum Sieg verhalfen, während die meist jüngeren Altersgruppen sich für die AfD entschieden. Das sind die Menschen, die ihre Informationen nicht über die klassischen Medien erhalten, sondern sich im Internet informieren.

Obwohl in fünf Umfragen vor der Wahl die beiden Parteien, CDU und AfD fast gleichauf lagen, bei einer der Umfragen die AfD sogar führte, machte die CDU letzten Endes das Rennen. Dazu ist Folgendes zu sagen: Mir passiert es immer wieder, dass ich auf ungläubiges Staunen, ja Nichtglauben stoße, wenn ich im Gespräch mit meinen Mitmenschen auf die Tatsache hinweise, das täglich Hunderte Migranten illegal über die Grenzen zu uns kommen. Die Menschen denken, dass mit Ausnahme der paar Zwischenfälle im Grenzgebiet, über die die Zeitung berichtet, sich das Thema „Zuwanderung“ mehr oder weniger erledigt hat.

Dabei macht die Bundesregierung selbst aus dieser Tatsache überhaupt keinen Hehl. So veröffentlichte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am 7. Juni 2021 neueste Zahlen, die besagen, dass die Zahl der Asylanträge von 3777 im Mai 2020 auf 8278 im Mai 2021 gestiegen ist. Laut dem innenpolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg, handelt es sich dabei vielfach um Wirtschaftsmigration, nicht um Flüchtlinge.

Es sind Menschen, die von professionellen Schleusern nach Europa und Deutschland gebracht werden, Tag für Tag. Das alles wissen die Parteien – und auch die Medien. Wer es nicht weiß, sind viele Menschen und diese möchte man auch in diesem Zustand belassen, da der eine oder andere dann doch angesichts der Wählbarkeit oder Nichtwählbarkeit bestimmter Parteien ins Grübeln kommen könnte.

Karin Stöttner-Lüdtke

Bad Aibling

Kommentare