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OVB-Leserforum

„Hass und Verbitterung machen sich breit“ - Reaktionen auf den Ukraine-Krieg und seine Folgen

Ein zerstörter russischer Kampfpanzer steht auf dem Hauptplatz von Borodjanka, einem kleinen Dorf vor der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
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Ein zerstörter russischer Kampfpanzer steht auf dem Hauptplatz von Borodjanka, einem kleinen Dorf vor der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Die Berichte und die Bilder aus der Ukraine lösen Entsetzen aus. Wie sollte der Westen, wie sollte Deutschland auf den Krieg reagieren? Weitere Lesermeinungen aus der Region geben Denkanstöße.

Konrad Lackmaier (Gstadt): Was ist nur mit der Partei „Die Linke“ los? Sie predigt immer Frieden, Demokratie und Freiheit, taucht aber beim Ukraine-Krieg völlig ab. Auch bei der Aufnahme und Betreuung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen sticht Die Linke nicht gerade mit Ehrgeiz hervor. Dabei gehört es doch zur Linken-DNA, sich für Schwache, Verfolgte, Entrechtete und Geflüchtete einzusetzen, aber anscheinend gilt das nicht für von Russland vertriebene Ukrainer.

Sebastian Springer senior (Schalldorf): Der Krieg in der Ukraine hat den Preis für Getreide, Mais und andere Früchte in die Höhe getrieben. Unter diesen Gegebenheiten ist Biogasstrom meiner Meinung nach zu wertvoll für die Stromversorgung, wenn Sonne und Wind zur Verfügung stehen. Da stellt sich die Frage: Kann man Biogas nicht speichern und zum Einsatz bringen, wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht? Biogasstrom verdient einen höheren Preis, damit sich auch die höheren Preise für das Substrat lohnen.

Peter Moosmüller (Bad Endorf): Ein „kleiner“ Mann hat die „große“ Welt in seiner Hand. Und wir alle können nichts dagegen unternehmen und müssen zuschauen, wie das grauenhafte Massensterben weitergeht. Leider. Die Sanktionen zeigen wohl keine Wirkung. Da müsste schon die russische Bevölkerung im Land einheitlich und massenweise auf die Straße gehen und die Wirtschaft zum Stillstand bringen, damit es zu einem Umdenken kommt. Aber das wird vorerst nicht passieren. Deutschland hat über 70 Jahre „brav“ abgerüstet – wo andere Länder auch durch unsere finanziellen Mittel und Militärmaterial „kräftig“ aufgerüstet haben. Hoffen wir, dass unser „Alois Irlmaier“ jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt nicht recht bekommt – damit wir alle noch sehr lange auf dieser schönen Welt und im „Frieden“ leben dürfen.

Wolfgang Wegner (Bruckmühl): Nehmen wir an, wenn trotz Absprachen unnötig Nachbarn (Estland, Litauen, Lettland, Ukraine, Rumänien, Polen mit NATO-Manövern, -Militärberatern und -Stützpunkten) bei jemand an der Grundstücksgrenze den Kraftmeier spielen, und der genervte jemand (Putin) schlägt auf den Nachbarn (Ukraine) ein. Nimmt die Dorfgemeinschaft (Weltgemeinschaft) undifferenziert dem jemand sein Eigentum – und in Sippenhaft das seiner Oligarchen, Künstler, Freunde, Sportler gleich mit. Dazu bekommt er den wichtigen Hinweis, dass man aber sein Gas braucht.

Während die stolze Dorfgemeinschaft noch über weitere Strafen grübelt, schlägt der jemand unbeirrt (in der Ukraine) weiter zu. Und die vom Gas abhängige Dorfgemeinschaft kommt in Angst. Hoffentlich liefert der jemand sein Gas weiterhin und wird keine schweren (Atom-)Waffen einsetzen.

Fazit: Ein Lehrstück, wie durch dumme Handlungsweisen/Politik Kriege entstehen und wie obendrein dann das Volk (Ukraine und wir) die Zeche zahlt.

„Mitbürger in ihren überdimensionierten Benzinschleudern“

Hugo Huber (Söchtenau): Herr Lindner soll mir bitte erklären, warum mit unseren Steuergeldern die Urlaubs-, Ausflugs- und Spazierfahrten gelangweilter und rastloser Mitbürgerinnen und Mitbürger in ihren überdimensionierten Benzinschleudern gesponsert werden sollen. Die Menschen, die wirklich unter den hohen Energiepreisen leiden, gehen wieder (fast) leer aus.

Detlef Dobersalske (Breitbrunn): Kaum gibt es seit gut 20 Jahren das Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG), schon hat die clevere CSU in Rosenheim dieses Thema entdeckt. Es musste zwar noch der Krieg gegen die Ukraine dazu kommen, aber trotzdem.

Nachdem sie so lange geschlafen hat, will sie nun „den Ball nicht nur laufen lassen, sondern ihn auch aufnehmen“. Wer jetzt aber glaubt, dass mit dem sprachlichen Ausflug in die Welt des Ballsports eine ernsthafte Förderung der erneuerbaren Energien gemeint ist, sieht sich in den nächsten Zeilen des Artikels eines Besseren belehrt. Die CSU hält in dieser Frage an ihrer bewährten Strategie fest: möglichst viele Hürden für die Energiewende aufbauen.

So wird die Behinderung des Ausbaus der Windenergie durch die 10-H-Regel verteidigt und auch Freiflächen-Fotovoltaikanlagen wird eine Absage erteilt, obwohl es angesichts des Klimawandels durchaus sinnvolle Synergieeffekte von Freiflächenanlagen und Beschattung bestimmter Pflanzen geben kann.

Dafür greift sie aber vollmundig den jetzigen Klimaminister Habeck an und verdreht seine Höflichkeitsgeste in Katar zum Kniefall. Minister Habeck muss jetzt dieses Energieversorgungs-Dilemma ausbaden, aber er ist nicht dafür verantwortlich.

Offensichtlich hat die CSU vergessen, wer uns in den vergangenen 16 Jahren erst in diese Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen gebracht hat, weil der Ausbau von erneuerbaren Energien verhindert wurde. Es ist besonders die CSU für diese schwierige Situation verantwortlich. Und es würden ihr ein bisschen mehr Scham und Selbstkritik gut tun.

„Dieser wahnsinnige Krieg löst blankes Entsetzen aus“

Hildegard u. Günter Sochatzy (Kirchdorf): Dieser wahnsinnige Krieg löst blankes Entsetzen aus. Es herrscht Ratlosigkeit, mit welchen Sanktionen man noch auf die Gräueltaten reagieren soll. Hass und Verbitterung machen sich breit. In dieser herausfordernden Situation lohnt es sich, einen Blick in die Bibel zu werfen. Welchen Rat bekommen wir zum Thema Feindschaft? Wir lesen dort: „Liebt eure Feinde, betet für die, die euch verfolgen, vergeltet nicht Böses mit Bösem.“ (Mt. 5,44)

Aber das ist doch verrückt? Stimmt. Aber braucht es nicht gerade in festgefahrenen Situationen verrückte Methoden, die etwas verrücken, etwas verändern können? Gott selber war verrückt genug, freiwillig am grausamen Leiden seines Sohnes mitzuleiden, um uns mit dieser Leidensbereitschaft seine übergroße Liebe zu beweisen. Jesus hat also am eigenen Leib bewiesen, dass seine Forderungen lebbar sind. Jetzt braucht es eine enorme Portion Vertrauen, Mut und Überwindung, um diese ewig gültigen Ratschläge Gottes im eigenen Leben zu verwirklichen. Sie sind aber dringend notwendig, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und das Herz nicht mit Hass und Verbitterung vergiften zu lassen. Mögen sich ganz viele Menschen beim leidenden und immer noch unter uns lebenden Jesus die Kraft dazu holen.

„Einer von Putins Trollen gefütterten Filterblase“

Werner Zehetmeier (Rosenheim): Es ist schon traurig, dass es auch in Deutschland genügend Menschen gibt, die sich nur aus einer von Putins Trollen gefütterten Filterblase bedienen. Jeder der aufgeführten Punkte ließe sich problemlos widerlegen oder ist aus dem Zusammenhang gerissen. Kann man alles in Erfahrung bringen. Aber schon klar, die gesamte Presse verbreitet nur Fake News, und natürlich leben wir alle in einer Diktatur, wo dunkle Mächte uns manipulieren (Achtung, hier ist nicht Putin gemeint). Gut, dass es Menschen gibt, die den totalen Durchblick haben und dies alles durchschauen.

Sicherlich gibt es auch bei uns genügend zu kritisieren. Aber daran zu glauben, dass in geheimen Hinterzimmern unser aller Leben bestimmt wird, dazu reicht mein gesunder Menschenverstand nicht aus. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Staaten haben keine Freunde, sondern nur Interessen. In diesem Sinne lässt sich auch bei Amerika genügend finden, was erschreckend und abscheulich war. Nur darüber wird in der ganzen Welt inklusive Amerika selbst berichtet.

Was erfährt das russische Volk von Tschetschenien, Georgien, Syrien und jetzt die Ukraine? Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass in allen autokratischen Gesellschaften zuerst die Presse gleichgeschaltet wird? Ach, Entschuldigung, habe ich ja glatt vergessen. Dies ist ja bereits bei uns geschehen.

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