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UEFA: Regenbogen-Debatte scheinheilig?

Die Hülle der Allianz Arena leuchtete 2016 anlässlich des Christopher Street Days in Regenbogenfarben. Bei der EM ließ die UEFA die bunte Farbgebung nicht zu.
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Die Hülle der Allianz Arena leuchtete 2016 anlässlich des Christopher Street Days in Regenbogenfarben. Bei der EM ließ die UEFA die bunte Farbgebung nicht zu.

Zur Berichterstattung über die Regenbogen-Debatte (Sport- und Politikteil):

Dass Manuel Neuer als Welttorhüter mit seiner Regenbogen-Kapitäns-Binde zum Spiel aufläuft, ist nett, aber sicher keine Heldentat. Ein starkes, überzeugendes Statement wäre, beim nächsten Winterquartier des FC Bayern in Katar daheim zu bleiben und das auch mit der unsäglichen Behandlung homosexueller Menschen in diesem Land zu begründen. Aber da würde wohl zu viel Geld in der Kasse fehlen.

Andreas Kuhnlein

Unterwössen

Was für ein Tamtam um ein Stadion, das in Regenbogenfarben getaucht werden soll. In der Hauptrolle der Bürgermeister von München, der anscheinend nicht weiß, was Statuten und Satzungen sind. Bereitwillig nahmen Schwulen- und Lesbenverbände die Vorlage des Münchner OB auf. Nur? Was hat das alles mit Fußball zu tun? Von mir gibt es dafür die Rote Karte wegen Unsportlichkeit. Jeder soll in unserem Land leben und glücklich werden können wie er will. Nur, um es klar zu sagen: Wenn Ihr Kritik an den Gesetzen der Regierung Orban üben wollt, dann bitte nicht auf dem Fußballplatz. Die EM ist als Völkerfest gedacht. Schon die alten Griechen ließen während der Olympischen Spiele ihre Zwistigkeiten ruhen. Die Ungarn kamen als unsere Gäste nach München. Und wie habt Ihr sie behandelt? Ausgepfiffen habt Ihr sie während des Abspielens der ungarischen Hymne. Um der Unsportlichkeit noch die Krone aufzusetzen, wurde ein Typ mit Regenbogenfahne aufs Feld geschickt, der sich dann vor den Ungarn aufbaute. Schon mal was von Gastfreundschaft und Sportlichkeit gehört? In Eurer moralischen Trunken- und Überheblichkeit habt Ihr wahrscheinlich gar nicht bemerkt, dass nicht Herr Orban, sondern die ungarische Nationalmannschaft auf dem Platz stand. Wenn Ihr es schon ehrlich meint mit Euren Forderungen, dann können alle, die vor der Allianz Arena Regenbogenfähnchen verteilt haben, gleiches nächstes Jahr in Katar tun. Da kommt Eure Botschaft bei den Richtigen an, denn dort gilt Homosexualität als „Sodomie“ und steht unter Gefängnisstrafe. Was aber Manuel Neuer samt Regenbogenarmbinde nicht davon abhält, vor einer Sponsorenwand mit einem Logo von Qatar Airways zu posieren. Und: Lesen Sie bitte selber das ungarische Gesetz zum Thema LGBTQ.

Robert Wimmer

Vogtareuth

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