Überzogene Rüstungsausgaben

Zum Bericht „Tiefe Kluft zwischen USA und Europa in München“ (Politik):

Immer wieder bietet die alljährliche internationale Sicherheitskonferenz in München auch eine willkommene Propagandabühne zur Rechtfertigung militärischer Aufrüstung. Auch wenn gerade auch unsere Geschichte zeigt, dass man mit mehr Waffen auch nicht mehr Frieden erzeugt, heißt es seit Jahren, wie auch jetzt aus dem Mund der Verteidigungs- wie des Außenministers: Deutschland muss noch mehr fürs Militär tun, obwohl die Rüstungshaushalte seit Jahren schon überproportional angestiegen sind. Sollten wir nicht besser nach dem bewährten biblischen Motto: „Schwerter zu Pflugscharen“ handeln? Angesichts von Flüchtlingsproblemen ist es doch sinnvoller, mehr in Entwicklungshilfe und in völkerverbindende Transportwege auf Schienen und Flüssen zu investieren. Warum wird von den hysterienahen Klimaaktivisten nicht für solarthermische Kraftwerke in den nordafrikanischen Wüstenregionen demonstriert? Damit könnten zu jeder Zeit gefahrlos hochwirksame Chancen für Arbeit, gutes Klima und Frieden für Europa wie für Afrika und den Vorderen Orient entstehen. Höchst bedauerlich, dass dafür lieber noch mehr Militär nach Mali und jetzt auch noch in die Sahelzone geschickt werden soll. Offensichtlich glauben Nato-Verrückte wie Trump noch immer, mit mehr Militär die Welt sicherer machen zu können, obwohl jetzt schon jährlich mehr als eine halbe Billion in das Nato-System fließen. Damit wird ein Mehrfaches von Russlands Militärhaushalt ausgegeben. Wie lange will man mit dem Feindbild Russland noch militärische Geschäfte machen und US-Interessen dienen? Wäre es statt Nato-Ausdehnung in Richtung Russland nicht viel besser, zusammen mit der EU eine neue wirtschaftliche Partnerschaft mit Russland zu suchen.

Simon Kirschner

Bad Endorf

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