Über den Tod hinaus

Zum Bericht „Sterbehilfe: Gericht kippt Gesetz“ (Politikteil) und zu „Tiefschlag für die Menschenwürde“ (Leserbriefe):

Zum Thema Sterbehilfe sollte es nur einen einzigen Grundsatz geben: Du sollst nicht töten! Weder dich selbst noch andere. Alles andere bringt uns in Teufels Küche und dort wird sehr heiß gekocht. Einzelfälle verleiten immer dazu, Gottes Gebote übertreten zu wollen. Doch es folgt ein Rattenschwanz von Schwierigkeiten. Die im Heim Lebenden werden genötigt, wegen der hohen Kosten endlich ihren Willen zum Sterben kund zu tun. Die daheim Pflegenden werden genötigt, dem Drängen ihrer Angehörigen nachzugeben, um dann die ganzen Konflikte einer Selbsttötung mittragen zu müssen. Welch eine Last wird den Menschen aufgeladen!

Viel vernünftiger wäre es, den natürlichen Tod im Alter zuzulassen. Es muss nicht unter allen Umständen alles Mögliche versucht werden, um den natürlichen Tod zu verhindern. Für dieses Zulassenkönnen braucht es aber eine Hoffnung über den Tod hinaus. Diese Hoffnung kann im Glauben gefunden werden. Wer seine Beziehung zu Christus immer mehr vertieft, kann aus dieser Hoffnung leben, seine Leiden leichter ertragen und den Tod als Übergang zum ewigen Leben annehmen.

Hildegard Sochatzy

Haag

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