Über den FC Bayern wird zu viel berichtet

Tattoo-Sünder Corentin Tolisso.
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Tattoo-Sünder Corentin Tolisso.

Zu „Offenbar keine Löwen-Fans in der Sport-Redaktion“ (Leserbrief von Martin Luckenhuber)

und zu „Differenzieren lohnt sich“ (Kommentar von Hanna Raif, Sportteil):

Eigentlich sollte man zu sportlichen Ereignissen, und dem Drumherum keine großen Anmerkungen machen. Aber hier ist es doch angebracht, da Ihre Betrachtung doch sehr Bayern-like ist. Wenn sich ein Arbeitnehmer in freier Wirtschaft oder im Beamtentum in solch schweren Zeiten dieses Vergehen leistet, kann er damit rechnen, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Dies dürfte auch in einem Kommentar einmal erwähnt werden. Die Strafe wird Tolisso sicherlich verschmerzen. Wenn Herr Tolisso Charakter hat, wird er auch die Strafe für den Tätowierer zahlen. Dieser wird sicher erheblich Probleme bei seiner weiteren Berufsausführung bekommen. Aber dieser Vorgang beim FC Bayern München reiht sich ein in viele Vorfälle im Profi-Fußball, die leider nicht immer bekannt werden. Weiteres Beispiel wäre Herr Ronaldo, der einmal kurz das Land verlässt, um sich auf der Skipiste für einen Tag zu vergnügen. Solche Beispiele zeigen doch, wie Profisportler zum Teil abgehoben sind.

Thomas Schwitteck

Neubeuern

Vor Kurzem beklagte sich ein OVB-Leser über die Vernachlässigung des TSV 1860 München gegenüber dem FC Bayern im Sportteil der OVB-Heimatzeitungen. Diesen Aspekt möchte ich noch einmal etwas genereller fassen: Ich habe den Eindruck, dass im Sportteil selbst dann, wenn bei anderen Vereinen, in wichtigen Wettbewerben oder in anderen Sportarten ein Ereignis von überragender Bedeutung eingetreten ist, die erste Seite (oft sogar noch die halbe zweite Seite dazu) immer und in jedem Fall der „Hofberichterstattung“ für den FC Bayern gehört – selbst wenn es von dort nicht mehr zu berichten gibt, als dass auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße einer der Grashalme geknickt wurde. Klar, der FC Bayern ist das Aushängeschild, und wenn es dort wichtiges zu berichten gibt, soll die erste Seite für den FC Bayern reserviert bleiben. Aber wenn man nur dann etwas über den FC Bayern berichten kann, indem man künstlich aus einer Mücke einen Elefanten macht, könnte man doch auch mal eine andere Priorität setzen.

Manfred Altmann

Rosenheim

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