Trump spaltet die Meinungen

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Zum Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump (Politikteil):

Mit einem Urteil über Donald Trump möchte ich warten, bis erste Resultate seiner Politik vorliegen. Eines kann ich aber sagen, seine Vereidigungsrede beinhaltet nicht ein einziges „Ich“. In keinem Absatz, nirgends ist zu lesen, was wir von der Bundeskanzlerin so oft zu hören bekommen: „Ich sage Ihnen“, „Ich bin der festen Überzeugung“, „Ich weiß“, „Ich glaube.“. Stattdessen gebrauchte der neue Präsident ständig die Worte „wir“ und „uns“. „Wir, die Bürger Amerikas“ rief er seinen „Landsleuten“ gleich im zweiten Satz zu. Dieser Moment, fuhr er fort, „ist Ihr Moment“, „er gehört Ihnen“, „das ist Ihr Tag“, einer, der als derjenige „in Erinnerung“ bleiben solle, „an dem das Volk wieder der Herrscher dieser Nation wurde“. Hierzulande kam das aber nicht an, weder in der Politik, noch in den Medien. Das kann eigentlich nur da ran liegen, dass das, was Trump sagt, nur falsch sein kann!? Hier droht einer, die Politiker an nationale Verpflichtungen zu erinnern, deren Wahrung auch deutschen Bundeskanzlern und Ministern vom Grundgesetz auferlegt ist. Mehr als die Katastrophen, die uns für die Regierungszeit Trumps geweissagt werden, fürchten die Verkünder des Unheils, dass der gewählte 45. Präsident Amerikas Erfolg haben könnte. Es wäre ihr politischer Super-GAU.

Roman Weber Bruckmühl

Mein Gott, was sich alles über Trump ergießt und alle wissen es schon vorher. Der Satan wird Präsident. Dabei ist sein Wirtschaftsprogramm kurz- und mittelfristig ausgezeichnet. Er bringt Jobs nach dem Motto „Amerika zuerst“. Was ist daran verwerflich? Dass dies langfristig nicht funktioniert, werden ihm seine Berater schon vermitteln. Beratungsresistent ist er nicht; das kann man an den Änderungen seiner ursprünglichen Vorhaben sehen. Ich würde sagen, er hat seine Chance verdient. Und mir ist viel lieber, er verhandelt mit Putin, statt ihm zu drohen. Das sollte die EU auch machen.

Helge Lindner Bad Aibling

Ist das Ende der alten Weltordnung, wie vom künftigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bedauert, wirklich so schlimm, in der beispielsweise 40000 junge US-Amerikaner grausam im Vietnamkrieg, 50 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan und Zehntausende Menschen all die Jahre in anderen Kriegen sinnlos von den Politikern in den Tod geschickt wurden?

Stanislaw Robert Minholz Bernau

Wer die globalen Strukturen und Prinzipien von Goldman-Sachs auch nur halbwegs erahnen kann, dem ist klar, dass deren Akteure im Hinblick auf einen seit Langem feststehenden Präsidentenwechsel in den USA schon Jahre zuvor ihre Aktivitäten entfaltet haben. Keinesfalls stehen sie dabei in den hinteren Reihen und warten ab, ob sie gerufen werden. Nein, sie verdichten ihre Netze schon lange vor der Wahl rund um jeden Kandidaten, sodass es ihnen letztlich egal sein kann, wer am Ende das Rennen macht: sie haben ihren Fuß bereits fest in allen Türen. Mehr noch als viele seiner Vorgänger braucht der politische Newcomer Trump Rat und Hilfe. Und sie bieten Rat und Hilfe. Nahezu alle Entscheidungen im Amtsleben eines Präsidenten haben eines gemeinsam: Sie haben mit Geld zu tun, meistens mit sehr viel Geld. Und nach welcher Seite auch immer Trump sich dabei wendet: Sie sind schon da, die Goldmänner. Allerdings wissen sie bereits zu diesem Zeitpunkt schon sehr viel genauer als der Präsident, was sie wollen. Und sie vermitteln dem neuen Präsidenten eine freundlich eingepackte Botschaft: Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns. Und wer gegen uns ist, der wird es als Präsident der Vereinigten Staaten schwer haben. Sehr schwer. Wenn nun aber die Ziele, wie in diesem Fall, von Anfang an die gleichen sind, nämlich die laufende Spaltung der Welt in arm und reich zu beschleunigen, so kann und wird sich daraus eine wunderbare Symbiose zwischen Hochfinanz und Staat ergeben. Und niemand mehr darf sich wundern, wenn die Goldmänner nun in Scharen herbeigerufen werden, um an der goldenen Tafel des neuen Präsidenten mit goldenen Löffeln zu speisen. Money first.

Manfred Ebeling Raubling

Zur Angst und zum Unbehagen anlässlich der Wahl von Donald Trump: Meine Großmutter hat mich immer aufgeklärt mit den Worten: Bub, fürchte dich nicht wenn du einen Riesen siehst, schau immer erst nach dem Stand der Sonne, vielleicht ist es nur der Schatten eines Zwerges! Abwarten – Geduld!

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