Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel

Zum Bericht "Wasserschutz spült mächtig Ärger hoch" im Regionalteil:

Mit Erstaunen und fast ein wenig Angst verfolge ich die Diskussion über den Schutz des Trinkwassers in der Willinger Au. Für annähernd 100 000 Menschen wird hier Trinkwasser gewonnen. Nach wiederholten Belastungen mit Keimen in den letzten Jahren versuchen die Wasserwerke Rosenheim und Bad Aibling, den Schutz des Trinkwassers, unseres wichtigsten Lebensmittels, zu verbessern. Dazu soll das Ausbringen von Gülle - ein wassergefährdender Stoff voll mit Krankheitserregern - in der engeren Schutzzone untersagt werden. Eine sinnvolle Maßnahme zum Schutz der Menschen im Mangfall- und Inntal. Die betroffenen Landwirte werden dabei für Ertragsausfall entschädigt. Trotzdem entsteht gewaltiger Protest, und man versucht die Verbraucher mit Horroraussagen über gewaltig steigende Wasserpreise zu verunsichern. Der Schutz des Trinkwassers dadurch, dass man den Eintrag von Schadstoffen durch Gülleverbot verhindert, sollte absoluten Vorrang vor Chlorung oder sonstigen Aufbereitungen haben. Den betroffenen Landwirten stehen für alle Einschränkungen und Ertragsminderungen volle Entschädigungen zu. Unverständlich bleibt es deshalb, dass selbst ernannte Sachverständige den Konflikt mit falschen Aussagen schüren und die Verbraucher verunsichern.

Horst Barnikel

Kolbermoor

Unfassbar, dass es Menschen gibt, die meinen, sie dürften Trinkwasser mit Gülle vergiften! Ich bin jedenfalls Johanna Schmidt und Klaus Pernreiter vom Landratsamt sehr dankbar, dass sie trotz Anfeindungen das Recht von Familien und Kindern auf sauberes Trinkwasser verteidigen. Trotz Ausgleichszahlungen, die von den Steuergeldern der Wasserkunden bezahlt werden, möchte eine rücksichtslose Gruppe von Bauern, deren Rinder die Luft verpesten, weil sie permanent im Stall gehalten werden, und deshalb viel stinkende Gülle auf den Feldern "entsorgt" werden muss, hartnäckig ihr "Recht" durchsetzen, das wichtige Lebensmittel Wasser zu verunreinigen. Im Übrigen müssen sich auch manche Hundebesitzer fragen, weshalb es ein "ungeliebtes Problem Hund" überhaupt gibt. Das liegt keinesfalls an den Hunden, sondern an Hundehaltern, die die Exkremente ihrer Tiere oder die Plastiktüte mit Inhalt in der Gegend herumliegen lassen. Wenn diese Hinterlassenschaften nicht in der Natur zurückblieben, könnten sie auch nicht das Trinkwasser beeinträchtigen!

Gisela Munker

Eggstätt

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