Trennung von Kirche und Staat wäre absolut notwendig

Zum Bericht „Mahnende Post aus dem Vatikan“ (Bayernteil):

Wer braucht eine Kirche, die seit Jahrzehnten in unsäglicher Konsequenz Missbrauchstäter und damit Schwerstverbrecher deckt, sie vor der staatlichen Rechtssprechung schützt und ihnen das Weitermachen durch Versetzungen ermöglicht? Wer braucht eine Kirche, die ein unsagbares Vermögen hortet, sich an allen möglichen Steuern und Reparationen von anno dazumal bereichert, während der Staat sich immer mehr verschuldet? Wer braucht eine Kirche, die auf andere Weltanschauungen mit der Sektenkeule eindrischt? Wer braucht eine Kirche, die für sich immer noch die Anschauung vertritt, die alleinselig machende zu sein und damit dogmatisch auftritt? Eine klare Trennung von Kirche und Staat wäre absolut notwendig. Wenn der Papst „schmerzlich die zunehmende Erosion und den Verfall des Glaubens feststellt“, dann bedeutet das nicht unbedingt einen Verfall der Gesellschaft, es bedeutet lediglich, dass viele Menschen sich nicht mehr in dieser autoritären und unglaubwürdigen Institution wohlfühlen, was für meine Begriffe erst mal eine positive Nachricht ist. Denn es macht vielleicht nach einer Zeit der Orientierungslosigkeit den Weg frei für andere geistes wissenschaftliche Richtungen, die sich auf sehr freie und ernsthafte Weise mit dem Thema Geist und Spiritualität beschäftigen und gerade deshalb von der Kirche so stark verfolgt werden.

Sandra Schieder

Rosenheim

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