Thema unnachgiebig weiterverfolgen

Zu „CSU-Politiker fordert Moschee-Abgabe“ (Politik):

Die mehr als 1000 Imame in Deutschland werden vom türkischen Staat bezahlt. Sie sind türkische Beamte, bleiben einige Jahre und kommen dann woanders hin. Der Miesbacher CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan stellt fest, dass nicht sein könne, dass ausländische Beamte bei uns eingesetzt werden. Hier gelte die Trennung von Kirche und Staat. Dem kann ich nur zustimmen, wir wissen nicht einmal, was die Imame in den Moscheen predigen. Und nun müssen sie auch noch im Auftrag der türkischen Religionsbehörde Diyanet Anhänger der Gülen-Bewegung nach Ankara melden. „Jeder Imam fungiert derzeit gleichzeitig als Spitzel für die Türkei“, sagt der Vorsitzende der deutschen Gülen-Bewegung Ercan Karakoyun. „Etliche Imame aus Ditib-Moscheen hätten inzwischen ihren Dienst aufgegeben und in Deutschland Asyl beantragt. Sie wollen die Hasskampagne Erdogans nicht mitmachen.“ Er selbst betrete keine Ditib-Moschee mehr, da er keinen Islam will, der Gehorsam gegenüber einem Politiker als Pflicht erachtet. Ein Vorschlag von deutscher Seite, in Deutschland ausgebildete Theologen einzusetzen, wurde vom Moscheeverband Ditib abgelehnt. Ich kann unseren Politikern nur dringend empfehlen, sich hierzu gegenüber der Türkei noch viel deutlicher zu artikulieren und dieses Thema in unserem Sinne unnachgiebig weiter zu verfolgen.

Dr. Richard Kirchlechner Rott

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