Teurer Rundfunk

Zum Bericht „Rundfunkbeitrag soll deutlich steigen: So viel muss wohl jeder mehr bezahlen.“ (Verbraucher-Seite):

Die Rundfunkfinanzierung ist ein Riesenskandal, der wieder unter den Teppich gekehrt werden soll: Wir haben jetzt schon das teuerste öffentlich-rechtliche Rundfunksystem. Zwischen 1995 und 2018 stiegen die allgemeinen Verbraucherpreise um 36 Prozent – die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag dagegen um 70 Prozent. Für den ARD-Konzern beispielsweise arbeiten 42 000 Personen (mit Freiberuflern). Konkurrent ProSiebenSat1 hat 6600 Mitarbeiter mit 16 Prozent Personal-Kosten-Anteil am Umsatz. Bei der ARD liegt der Personal-Kosten-Anteil dagegen bei 50 Prozent. Bei der ARD gibt es nämlich eine Traumvergütung. Durchschnittliches Einkommen bei der ARD: Monatlich über 7000 Euro und dazu 1700 Euro Zuführung zur Pensionsrückstellung. Es gibt Mitarbeiter, die schon nach wenigen Jahren lebenslange Pensionsansprüche erworben haben. Solche Verhältnisse gibt es in keinem Dax-Unternehmen. Und in der Pensionskasse fehlen dann noch 2,9 Milliarden Euro, obwohl seit Jahren 25 Cent pro Monatsbeitrag für die Versorgungslücke kalkuliert sind.

Jürgen Böhm

Kolbermoor

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