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Tegernsee-Absenkung: mit zweierlei Maß gemessen

Zur Berichterstattung über den Planungsstopp zur Tegernsee-Vorabsenkung (Bayernteil/Leserbriefe):

Ein Verzicht auf die Tegernsee-Vorabsenkung bedeutet erhebliches Schadenspotenzial – und zwar in zweifacher Hinsicht: Zum einen ergibt sich eine erhöhte Hochwassergefährdung entlang der Mangfall. Drei Millionen Kubikmeter zusätzliches ungebremstes Wasser sind eine Bedrohung, die sich nicht einfach wegdiskutieren lässt. Zum zweiten entsteht ein ebenfalls erheblicher politischer Flurschaden. Frühere Zusagen an die Bürger, bei denen die Tegernsee-Vorabsenkung als ein wichtiges Element des Hochwasserschutzes herausgestellt wurde, haben anscheinend heute keine Bedeutung mehr und stehen nach Belieben zur Disposi tion. Sie sind jetzt entlarvt als seinerzeitige Beruhigungspillen an die Feldollinger. Darüber hinaus scheint hier mit zweierlei Maß gemessen zu werden. In Feldolling wurden reihenweise Landwirte und andere Grundeigentümer durch Besitzeinweisungen enteignet, um gegen den Willen der örtlichen Bevölkerung das größtmögliche Rückhaltebecken durchzusetzen. Am Tegernsee soll jedoch auf keinen Fall irgendeine Maßnahme ergriffen werden, der Status quo am Schuhmacherwehr soll unbedingt beibehalten werden. Wen kümmert dort schon der Hochwasserschutz am Unterlauf der Mangfall? Solches lokal von den Bürgern unmittelbar erfahrbares Verhalten von Behörden und verantwortlichen Politikern ist ein wesentlicher Beitrag zur Staatsverdrossenheit und zum allgemein schlechten Ruf der Politiker. Wen mag es da noch wundern, wenn bei Wahlen die Bürger abwandern ins Lager der Nicht-Wähler?

Dirk Pagendarm

Feldkirchen-Westerham

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