Tankstellenstreit: Was steckt dahinter?

Am Valentinstag war die Welt noch in Ordnung: Horst Seehofer mit Christine Haderthauer, Staatssekretärin Melanie Huml und Europaministerin Emilia Müller. Foto dpa
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Am Valentinstag war die Welt noch in Ordnung: Horst Seehofer mit Christine Haderthauer, Staatssekretärin Melanie Huml und Europaministerin Emilia Müller. Foto dpa

Zum Bericht "Seehofer lässt Verkaufsregelung an Tankstellen nachbessern" im politischen Teil:

Horst Seehofer lässt die Verkaufsbeschränkungen an Tankstellen überprüfen und gegebenenfalls nachbessern, da sich offensichtlich Unsinnigkeiten herausgeschält haben und die Bevölkerung mit Unverständnis und Unmut reagiert. Man fragt sich deshalb schon, warum er als Ministerpräsident eine solch unsinnige Verordnung einer seiner Ministerinnen (Christine Haderthauer) überhaupt erst absegnen und in Kraft treten lässt.

Als Grund dafür sehe ich zwei Möglichkeiten: Entweder, er hat sich mit dieser Verordnung aus dem Hause Haderthauer gar nicht befasst und sie einfach abgenickt. Oder es steckt Kalkül dahinter, um eine (wie er nachträglich feststellen musste) unfähige und farblose Ministerin elegant loszuwerden: "Man lässt sie einfach ins Fettnäpfchen treten."

Wenn Letzteres zutrifft, kann man auch mutmaßen, dass der Neuzugang von Ilse Aigner in die bayerische Landespolitik von langer Hand geplant war und Christine Haderthauer als willkommenes Opfer herhalten muss. Dass Aigner als amtierende Bundesministerin sich nicht nur mit einem Landtagsmandat begnügen wird, liegt auf der Hand. Sie will und wird höhere Weihen erhalten; Seehofer ist eine lästige Kronprinzen-Kandidatin namens Haderthauer los. Um Söder zu entsorgen, wird sich schon noch ein Trick finden!

Hans Frauendienst

Buchbach

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