Tanklaster-Unfall: Russisch Roulette mit Natur und Trinkwasser

Zum Bericht „Wehren verhindern Öko-Schaden, Laster verliert ätzende Fracht“ (Regionalteil):

Der Lastwagen verlor seine giftige Fracht auf der Autobahn auch in dem Bereich zwischen Bernau und Frasdorf, in einem hochsensiblen Gebiet mit Anschluss an das FFH-Gebiet Bärnsee und mit Anschluss an das Wasserschutzgebiet Umrathshausen. Das zuständige Wasserwirtschaftsamt kommentiert den Vorfall mit den Worten: „Das ging glimpflich aus“. Mir stellt sich die Frage: Wird hier mit der Natur und der Trinkwasserversorgung Umrathshausen Russisch Roulette gespielt? Zu allem Überfluss plant die Autobahndirektion jetzt für die Erweiterung der A8 in diesem Bereich zwei weitere Rückhaltebecken mit direkter Entwässerung in das FFH-Gebiet beziehungsweise in ein hoch sensibles Biotop. Zusätzlich wird das bestehende Rückhaltebecken unterhalb von Leitenberg, mit Entwässerung in das Wasserschutzgebiet, auch für die Erweiterung der A8 genutzt. Wenn das so verwirklicht werden sollte, ist dies wie Russisch Roulette mit einem voll geladenen Magazin! Ich bin gespannt, wie lange sich die Verantwortlichen noch unter dem „Misthaufen der Ignoranz“ verstecken.

Norbert Malterer

Aschau

Kommentare