Tagestouristen in der Pandemie: Kein Grund für Hass und Hetze

Zum Thema Ausflugstourismus in der Corona-Pandemie (Bayernteil/Regionalteil/Lokalteil):

Es ist durchaus nicht verwunderlich, dass die Ausflugsgemeinden im Dunstkreis der Millionenstadt München verärgert sind über den massiven Ansturm der Tagestouristen. Durch den abermaligen Lockdown wird den touristischen Einrichtungen jede Möglichkeit genommen, wenigstens an dem Ansturm zu verdienen. Was bleibt nach solchen Wochenenden und Feier tagen, sind die Kosten für die Reinigung, weil die Tagesausflügler sich leider nicht an die Regeln halten und Berge von Müll hinterlassen.

Sehr, sehr traurig ist auch, dass die Leute offensichtlich überall hemmungslos he rumlatschen und sich nicht an vorgegebene Wanderwege halten. Die Parkplätze sind überfüllt, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Autos an Volumen erheblich zugenommen haben: Wo früher fünf Autos hinpassten, können halt heutzutage nur noch drei parken.

Sicher gäbe es Möglichkeiten, den Massenansturm an den Wochenenden ein wenig zu entlasten, wenn beispielsweise die nicht mehr Berufstätigen (Rentner) auf einen Wochenendausflug verzichten. Sie können ja unter der Woche viel unternehmen. Ich – selbst Rentnerin – gehe zurzeit am Wochenende nicht auf den Berg und blockiere keine Parkplätze, weil ich der Meinung bin, die Wochenenden gehören den Berufstätigen und Familien mit Kindern. Vor allem die Kinder brauchen Auslauf und Bewegung, da ja kein Schulsport stattfindet und die Sportvereine kein Training anbieten dürfen.

Außerdem macht es sicher keinen Spaß, im Massenansturm zu wandern, es gibt genügend andere Spaziermöglichkeiten für mich. Wir haben es ja eh so gut, wir sind nicht in einer großen Stadt eingesperrt. Bleibt noch zu erwähnen, dass es auch öffentliche Verkehrsmittel gibt, die man benutzen kann.

Wenn wir alle ein bisschen zurückstecken, und Rücksicht nehmen, dann überstehen wir das schon. Dann bleibt kein Platz für Hass und Hetze.

Angela Kind

Prien

Ist es neu, dass sich Autolawinen durch unser schönes bayerisches Oberland wälzen? Seit Jahren hört man, dass am Tegern- und Schliersee, Walchensee und in Richtung Garmisch ein Riesenverkehr ist. Wen hat das bis jetzt gestört? Die Leute sind mit Ausflugsdampfer, Bergbahnen und so weiter gefahren und in den Lokalen zum Essen oder Kaffeetrinken gegangen. Also: Sie haben in den Orten viel Geld gelassen.

Ich habe noch nie dazu einen Protest vom Miesbacher Landrat gehört oder von irgendeinem Bürgermeister. Jetzt sind die Leute halt mit ihren Kindern auf Naherholungsgebiete angewiesen, zahlen Parkgebühren und wollen halt in der Natur sein. Und lassen kein Geld da. Jetzt sind sie lästig. Eine komische Doppelmoral, wie ich finde!

Dass man die Menschen dazu auffordern muss, ihren Abfall wieder mitzunehmen ist natürlich schlimm. Wir sehen täglich am Tinningersee Leute, die Taschentücher achtlos wegschmeißen – in einer wunderschönen Natur. Da müsste mal was in den Köpfen passieren. Die Natur und die Berge sind aber für alle da. So sehe ich das.

Irmgard Wagner

Riedering

Ein Auto mit Münchner Kennzeichen wird bespuckt. Und Herr Viehmann will seine Negativ-Erfahrung publik machen und zum Nachdenken anregen. Nachdenken alleine reicht nicht! Aufklärung tut Not! Bereits seit 1. Januar 2015 darf man nach dem Umziehen das alte Kennzeichen behalten. Es wäre sinnvoll, wenn die OVB-Redaktion eine diesbezügliche Anmerkung zu diesem Artikel angefügt hätte. Unwissenheit führt zu dummen Verhalten.

Ingrid Moser

Rimsting

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