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Südostbayern bei Planung verbindlich berücksichtigen

Zum Bericht "Teil eines Gesamtkonzepts" im Lokalteil:

Durch die großen Pläne zur Anbindung des Flughafens München an Stadt und Regionen soll nun auch Bewegung in den Ausbau der Bahn Richtung Mühldorf und Chemiedreieck kommen. Soll. Denn der Jubel und die Freude, dass nun abermals Planungen getätigt werden, sind verfrüht!

Die in dem Gutachten favorisierten Milliarden-Pläne der Münchner sind kein Allheilmittel, sie sind gar als gefährlich einzuschätzen. Mit dem "Zuckerl" Anbindung der Region an den Flughafen sollen die Abgeordneten vom Land geködert werden, dem zweiten S-Bahn-Stammtunnel zu zustimmen. Der kostet schon 1,5 Milliarden Euro und ist Voraussetzung für die Flughafen-Bahn. Die kostet dann nochmals 1,4 Milliarden plus 425 Millionen für einen weiteren Tunnel. Zusätzlich muss der Erdinger Ringschluss gebaut werden, der 600 Millionen kostet.

Wenn all dies fertig gestellt ist, sind alleine in München 3,9 Milliarden Euro verbaut worden. Dagegen klingen die darin enthaltenen 560 Millionen für die Begegnungsabschnitte nach Mühldorf wie ein Witz. Zumal dann immer noch weder die Elektrifizierung noch der Ausbau zwischen Tüßling und Salzburg (noch mal 1,4 Milliarden) kalkuliert wurde. Im Münchner Westen Richtung Geltendorf und Norden (nach Freising) sieht es ähnlich aus. Der für unsere Bahnstrecke ebenso wichtige viergleisige Ausbau zwischen Markt Schwaben und München Ost wird gar nirgends "kalkuliert".

Unsere Abgeordneten täten gut daran, den Plänen nur zuzustimmen, wenn Südostbayern bereits in der ersten Bauphase verbindlich berücksichtigt oder die Möglichkeit des Nordtunnels in Erwägung gezogen wird. Dann nämlich könnten Züge direkt aus Mühldorf über den Flughafen zum Hauptbahnhof verkehren. Ansonsten droht die Gefahr, dass München seine Milliardenprojekte bis zur Olympiade 2018 erhält, das Umland aber wieder sprichwörtlich in die Münchner Röhren guckt, weil dann für weitere Maßnahmen das Geld fehlt.

Michael Wengler

Mühldorf

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