Streit um die GWC

Heftiger politischer Streit ist um die Gesundsheitswelt Chiemgau AG entbrannt.
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Heftiger politischer Streit ist um die Gesundsheitswelt Chiemgau AG entbrannt.

Zum Bericht "Übrig blieben nur Verlierer" im Regionalteil:

Anlässlich der Hauptversammlung der GWC AG war eine Aussage über die Zukunft des von der Insolvenz bedrohten Unternehmens erwartet worden. Aber anscheinend bin ich in eine falsche Veranstaltung geraten, nämlich in die Versammlung von Kommanditisten der BürgerEnergie Bad Endorf (BEBE). Anstatt sich konzentriert und konzertiert mit allen Verantwortlichen in der noch verbleibenden Zeit um die Lösung des Problems zu bemühen, gleicht die Gemeinde einem Tollhaus.

Der Zweite Bürgermeister (EFL) schrieb kürzlich: "Die Geschäftspolitik sowie der Erfolg und der Misserfolg der GWC AG wird heute wie in der Vergangenheit von den Vorständen bzw. Geschäftsführern und den Aufsichtsräten bestimmt und ist eben auch von diesen zu verantworten". Recht hat er. Gegen diese Erkenntnis und eindeutige Bestimmungen des Aktiengesetzes wurde gerade von Seiten der EFL wiederholt versucht, in das operative Geschäft der GWC AG einzugreifen. So sollte im Marktgemeinderat beschlossen werden, die Vorstände der GWC AG nicht zu entlasten und Leistungen des BEBE abzunehmen. Befürworter war auch die Bürgermeisterin. Der mehrfache Versuch scheiterte bisher am Widerstand der GWC AG und inzwischen aufgewachter Marktgemeinderäte. Der Gemeindeführung kommen die Probleme der GWC AG anscheinend gerade Recht. Man streitet sich lieber untereinander als den Ort nach vorne zu bringen. So wird davon abgelenkt, dass Ladengeschäfte abwandern und einen Leerstand hinterlassen, in der Straßenerneuerung erhebliche Defizite zu verzeichnen sind - von der Sanierung des Kanals und Lösung von Verkehrsproblemen ganz zu schweigen.

Hubert Hackl

Bad Endorf

Bei der Hauptversammlung waren 86 Prozent der Aktien vertreten. Wo sind die Verlierer? Die Vorstände der GWC wurden mit 99,4 Prozent entlastet. Sehen so Verlierer aus? Der Aufsichtsrat wurde mit 99,8 Prozent entlastet. Sind das die Verlierer? Ein Aktionär hat zwei Gegenanträge gestellt, die mit großer Mehrheit abgelehnt wurden. Das ist vielleicht ein Verlierer. Mit einer solchen Überschrift kann man natürlich die Stimmung noch schlecher machen und die Thermen-Gegner zu wahren Freudensprüngen bewegen. Vorschläge für andere Überschriften: 1. Vorstände mit über 99 Prozent entlastet. 2. Aufsichtsrat mit über 99 Prozent entlastet. 3. Zwei Gegenanträge abgelehnt.

Werner Günthör

Bad Endorf

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