Steuersystem anpassen

Zum Leserbrief von Dieter Thomamüller „Rentenreform sorgt für Gesprächsstoff“:

Herr Thomamüller muss alle drei Monate eine Steuervorauszahlung leisten. Das ist immer dann der Fall, wenn aus der letzten Steuererklärung ein vergleichsweise hoher Betrag nachgezahlt werden musste. Dies wiederum lässt auf eine hohe Rente und/oder hohe Nebeneinkünfte schließen, also keine Gefahr von Altersarmut. Es ist ärgerlich, aber da es für Guthaben auf der Bank kaum noch Zinsen gibt, kein hoher finanzieller Verlust.

Dennoch gehe ich mit Herrn Thomamüller konform, dass das Steuersystem, speziell für Rentner, angepasst werden sollte.

Als Rentner und Betreiber einer Fotovoltaikanlage fallen für meine Einkommens- und Umsatzsteuererklärung Steuerberatungskosten in Höhe von 400 Euro an. Das heißt, dass diese Steuerfachkraft, selbst bei einem Stundensatz von 200 Euro, zwei Stunden mit der Ausführung der beiden Steuererklärungen beschäftigt ist. Es handelt sich offensichtlich um einen hohen Arbeitsaufwand, zu dem auch noch ein komplexes Fachwissen erforderlich ist.

Nach meiner Meinung besteht hier Handlungsbedarf. Ich habe vor längerer Zeit von Steuererklärungen gehört, die auf einen Bierdeckel passen sollten!

Jürgen Breuer

Heldenstein

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