Ständig steigende Corona-Zahlen

Seit 15. Dezember geben Apotheken pro Person drei FFP2-Schutzmasken gratis aus. Das Angebot gilt für über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.
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Seit 15. Dezember geben Apotheken pro Person drei FFP2-Schutzmasken gratis aus. Das Angebot gilt für über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie (Politik/Regionalteil/Lokalteil):

Im Frühjahr bei der ersten Welle hat unsere Regierung richtigerweise rasch einen totalen und retrospektiv wirksamen Lockdown verhängt. Dann gingen die Zahlen durch die Reiserück kehrer nach oben und aktuell hauptsächlich durch viele rücksichtslose und verantwortungslose „Partypeople“. Die Entscheidung für einen weiteren Lockdown ist gerechtfertigt. Zumindest eine nächtliche Ausgangssperre mit drastischen Strafen würde den unkontrollierten Privatpartys und Familienfeiern nachhaltig Einhalt gebieten. Unsere Eltern- beziehungsweise Großelterngeneration musste sich ein Jahrzehnt während der Kriegs- und Nachkriegsjahre eklatant einschränken. Ist es wirklich zu viel verlangt, sich mal ein Jahr lang dieser Pandemie zu beugen und die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren?!

Jakob Gerhard

Rohrdorf

Seit neun Monaten haben wir nun Erfahrung mit Corona sammeln können und unzählige Infektionsketten durch die Gesundheitsämter verfolgt. Hätte man diese Daten ausgewertet, hätten wir jetzt eine Vorstellung, wo und wie groß die Infektionsherde wirklich sind. Aber stattdessen stochern unsere Politiker weiter im Corona-Nebel herum und haben keine bessere Idee, als alle Menschen wegzusperren. Und so werden wir uns weiterhangeln von Welle zu Welle. Das ist wieder mal ein Beispiel, wie es geht, wenn man Probleme nicht bis zum Ende durchdenkt.

Frank Koppitz

Prien

Jeden Tag in den Medien eine neue Hiobsbotschaft aus der „Flasche der Pandora“ beziehungsweise über die Corona-Geißel. Sehnsüchtig erwarten Gelehrte und Politiker, endlich den Korken zu finden, um die Flasche verschließen zu können. Offen und verständlich nachvollziehbar bleibt dabei das Problem oder die Frage, durch wen und wann sollen die Rechnungen und Schulden der jetzt zugesagten Abermilliarden Steuergelder beglichen werden, angesichts der Tatsache, dass bereits heute die nächste und übernächste Generation „verpfändet“ ist. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde für alle in Restdeutschland lebenden Deutschen der „Lastenausgleich“ eingeführt. Doch heute drückt man sich gern ob dieses historischen solidarischen Ereignisses; partieller Egoismus nimmt zu. Es fehlt der Mut – besonders vor den anstehenden Bundes- und Landtagswahlen -- uns „reinen Wein“ einzuschenken und die Wahrheit zu sagen, was noch auf uns zukommen wird im solidarischen Kampf gegen einen unsichtbaren Feind.

Jürgen Engelhardt

Stephanskirchen

Covid-19 scheint schlauer zu sein als der Mensch, denn obwohl wir alles versuchen, ihn auszumerzen oder zumindest seine Ausbreitung zu verhindern, findet er immer wieder neue Opfer. Sind die Maßnahmen uneffektiv oder halten sich die Leute zu wenig an die Vorschriften? Wenn ich eine ganze Menge von wissenschaftlichen Arbeiten zu den Schutzvorschriften tiefer studiere, komme ich zu dem Ergebnis, dass Masken, Abstand, Hygiene und Kontaktbeschränkung der goldene Weg sind – oder auch nur geringfügig einen Virus stoppen können. Diese Uneinigkeit von namhaften Wissenschaftlern und Ärzten spiegelt sich auch in den sprunghaft wechselnden Maßnahmen wider. Wer ist an der hohen Inzidenzzahl wirklich schuldig? Ist es die Zahl der erhöhten Testungen? Ist es die Jahreszeit? Ist es doch der Virus selbst? Ich bin mir nicht sicher, ob wir die ehrliche Antwort darauf so schnell finden werden und diese wird dann bestimmt wieder umstritten sein. Die größeren Ausbrüche von Covid-19 haben in den letzten Monaten in vermeintlich am besten geschützten Einrichtungen und Personenkreisen stattgefunden. Könnte es daher sein, dass das Virus diese Schutzmaßnahmen ignoriert und sich einfach dort niederlässt, wo er es am einfachsten hat – bei älteren und bei immunschwächeren Personen? Vor allem gibt es in diesem Personenkreis schwerwiegende Krankheitsverläufe, während vermutlich immunstarke Spitzensportler trotz positiver Testung wenige Tage danach ohne Leistungseinbußen ihrer Arbeit nachgehen können. Deshalb bin ich der Meinung, dass der größte Feind des Virus ein immunstarker und nicht ängstlicher Menschenkörper ist. Daran sollten wir alle arbeiten und die Politik ihre Maßnahmen orientieren.

Peter Menhofer

Bad Feilnbach

Dass diverse Politiker die Corona-Krise medien- und popularitätswirksam für sich erkannt haben, ist inzwischen leider traurige Gewissheit, aber „zu viele Köche verderben den Brei“, heißt es, was auch auf Merkel, Söder, Spahn und den RKI-Chef sowie die Länder-Ministerpräsidenten zutrifft. Das Corona-Standardmittel lautet in der Politik wie bei Virologen „das Volk bevormunden und wegsperren“, auch über Weihnachten? Die überstrengen und teilweise unlogischen Regeln der Bürokratie sind, wie man in dem OVB-Bericht bezüglich des Ehepaars, das mit dem Taxi zum Flughafen wollte und nun je 300 Euro Strafe zahlen musste, da nur eine Person im Taxi befördert werden darf, pure Idiotie. Daheim darf ein Ehepaar zu zweit wohnen, aber im Taxi nur alleine fahren? Man sieht, die Politik und Bürokratie „hat von nichts eine Ahnung, aber davon jede Menge“. Dies zeigt sich auch in Sachen erschlichener Dr.-Titel bei Frau Giffey, welche keinerlei Feingefühl, Achtung vor dem Volk sowie Unrechtsbewusstsein besitzt und nun die SPD in Berlin führen und regierende Bürgermeisterin werden will. Ein Ernst Reuter würde sich im Grab umdrehen und ein Freiherr Von Guttenberg musste die Regierung verlassen. Die SPD scheint schon ziemlich auf den Hund gekommen zu sein, wenn sie Frau Giffey nicht in die Wüste schickt.

Rainer Hellwig

Raubling

Viele besonders gefährliche Viren wie Ebola, Marburg, SARS oder das neue Coronavirus, haben sich ursprünglich in Fledermäusen als Reservoirwirt entwickelt. Eine Vielzahl weiterer Viren existiert seit Jahrmillionen in Fledermäusen, wobei diese Tiere durch Besonderheiten ihres Immunsystems selbst nicht erkranken. Das Abholzen der Urwälder, in denen die Fledermäuse eigentlich leben, zwingt die Tiere, ihre Schlafplätze in siedlungsnahen Gebieten zu suchen. Das macht den Kontakt zu Menschen, und damit die Übertragung bisher unbekannter, für den Menschen gefährlicher Viren wahrscheinlicher. Wobei dies direkt geschehen kann, oder über Zwischenwirte, wie das Schuppentier. Deshalb sind auch neue Pandemien in Zukunft nicht auszuschließen.

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

Zum wiederholten Male kommt mein Sohn aus der Schule und beklagt sich, er habe im Klassenzimmer bei regelmäßigem Lüften gefroren. Und das Anziehen seiner „Straßenjacke“ wurde ihm – warum auch immer – verweigert. Decken für die Schüler: Fehlanzeige. Raumluftfilter: Fehlanzeige. In den Büros der Angestellten des Bundestages stehen diese schon seit Wochen. Zu deren Schutz. Während unsere Politiker in überdimensionierten, beheizten Büros mit Raumluftfiltern sitzen, vermutlich ohne Masken, wird von unseren Kindern neben dem Tragen von Masken auch noch verlangt, in unterkühlten Räumen, überwiegend still sitzend, zu lernen und sich zu konzentrieren. Und ganz schnell wird aus einer Erkältung ein neuer Schul-Hot-spot. Für Decken und Raumluftfilter werden von der Regierung für viele, viele deutsche Klassenzimmer keine Gelder zur Verfügung gestellt. Zu teuer. Anstellung von mehr Lehrkräften: bisher zu teuer. Digitaler Ausbau: bisher zu teuer. Ganz zu schweigen von dem Mangel an Pflegekräften. Und während viele Bundesbürger in der jetzigen Zeit um ihre Jobs bangen, gönnt sich die Regierung mal eben 2450 neue Planstellen. „Da runter sind offenbar besonders viele gut dotierte Führungsposten“ (Der Merkur). Der blanke Hohn und ein Schlag ins Gesicht. Bildung und Familie werden mittlerweile in Deutschland ganz ganz kleingeschrieben. Da ran ändern auch die Kindergelderhöhungen und kleinen Boni nichts mehr.

Uwe Voß

Aschau im Chiemgau

Ich möchte auf die Kernaussage von Leserbriefschreiber Harald Lohner zurückkommen: Die Basis für alle möglichen politischen Entscheidungen lassen sich auf die Verwendung des PCR-Tests zurückführen, obwohl dieser zur Bestimmung von Erkrankungen und der Ansteckbarkeit weiterer Menschen völlig ungeeignet ist. Unsere Politik hat das entweder immer noch nicht verstanden oder will es nicht wahrhaben. Stattdessen werden Störfeuer abgeschossen und die Gangart weiter verschärft. Von Anstand, eigene Fehler zuzugeben und Vernunft, andere Wege zu gehen, die rational überdacht wurden, sehe ich keine Spur. Da ich den politischen Entscheidungen und Aussagen nicht zustimme, sehe ich mich als bekennender Pazifist moralisch von unseren Politikern vergewaltigt. Ich habe große Angst von der CDU/CSU radikalisiert zu werden. Aber nach rechts außen lasse ich mich nicht drängen!

Walter Ziegler

Waldkraiburg

Täglich steigende Corona-Infektionen und steigende Todeszahlen von Menschen, die an oder in Verbindung mit der Corona-Infektion erkrankt oder verstorben sind, beunruhigen die Bürger und insbesondere unsere Politiker. Hardliner wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder werden weiterhin belächelt oder im Internet sogar beleidigt. Nach Einführung der Maskenpflicht in Rosenheim beobachte ich täglich, ob diese Regelung auch beachtet wird. Dabei muss ich leider feststellen, dass es einigen Menschen unter uns egal ist, ob unsere Alten sterben werden, unser Gesundheitssystem oder unsere Wirtschaft zusammenbricht und dadurch unsere Demokratie gefährdet wird. Lächerliche 150 Euro Strafe, die in vielen Fällen mit einer Ermahnung angedroht werden, verfehlen einen sanften Lockdown. Andere Länder reagieren empfindlicher. Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt hätte als Bundeskanzler so ein katastrophales Krisenmanagement der verantwortlichen Politiker, mit Ausnahme der Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Bayern, anders gelöst. Siehe Flutkatastrophe 1962 und die Befreiung der entführten Landshut 1977 in Mogadischu. Warum erhöht man das Bußgeld nicht wie in anderen Nachbarländern. Man könnte bei einem zweiten Verstoß gegen die Maskenpflicht auch Wegnahme des Führerscheins oder Streichung von staatlichen Zuwendungen wie Hartz IV, Sozialhilfe oder staatliche Fördergelder ins Spiel bringen. Als unsere Eltern im Zweiten Weltkrieg während der verheerenden Bombenangriffe den Schutzraum aufsuchen mussten, da hat diesen auch keiner wegen „Verstoß gegen eventuelle Grund- oder Menschenrechte“ freiwillig verlassen.

Adelbert Schömer

Rosenheim

Das größte Problem in den Krankenhäusern ist nicht das Fehlen von Beatmungsgeräten oder Betten, sondern das fehlende Personal. Das ist den Sparmaßnahmen zu verdanken, für die Politiker verantwortlich sind, die sich jetzt zum Retter aufspielen. Ich kann mich gut an die Bilder in den Nachrichten 2017 erinnern. Das Influenzavirus forderte damals viele Opfer, mehr als die Pandemie 2020. Die Patienten lagen in manchen Krankenhäusern in ihren Betten wegen Platzmangel auf den Fluren. Doch damals war von einer Pandemie keine Rede und das macht mich misstrauisch. Und diese ständig steigenden Zahlen an Infizierten und Toten erscheinen mir mutwillig konstruiert um die Leute einzuschüchtern und zu lähmen, gehorsam und gefügig zu machen. Die Rettung naht in Form von Impfstoffen, die überhastet zugelassen werden. Und was mich auch zweifeln lässt: Es gibt genug Fachleute, Mediziner und Virologen, welche die Maßnahmen ablehnen, doch die werden dann zu Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern erklärt. Es kann sich doch jeder schützen, wie er es für nötig hält, aber das sollte auf freiwilliger Basis erfolgen, und vor allem sollte die Panikmache und Drangsalierung bei Kindern und Jugendlichen beendet werden. In den Medien hören und sehen wir ständig Negativbeispiele, doch es gibt auch Positives, wie den Fall der 106 Jahre alten Dame in einem Chiemgauer Pflegeheim, die an Corona erkrankte und wieder gesundete. In der Familie einer Bekannten ist der Ehemann Corona-positiv, der Sohn (13 Jahre) und die Partnerin sind negativ. Ob man sich infiziert und vielleicht erkrankt, hängt ja auch von den Abwehrkräften des Einzelnen ab. Und gestorben wird immer, auch ohne Corona, so schlimm das auch sein mag, aber der Tod gehört auch zum Leben.

Bernhard Entner

Bad Aibling

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