Der Staat ist der Nutznießer

Zum Artikel „Strom wird deutlich teurer“ (Wirtschaftsteil):

Beim Vergleich der Strompreise von insgesamt 28 europäischen Staaten fällt auf, dass Deutschland und Dänemark die teuersten Strompreise mit 30 Cent/kWh hat. Beispiel: Ungarn liegt bei 11,2 Cent/kWh, Polen bei 14,0 Cent/kWh, Niederlande bei 17,1 Cent/kWh, Frankreich bei 18,0 Cent/kWh oder Österreich bei 20,1 Cent/kWh.

Damit ergibt sich die dringende Frage, warum in Deutschland der Strompreis so teuer ist. Die Antwort ist einfach, weil kein europäischer Staat den Endverbraucher mit höheren Steuern und Abgaben belastet, als Deutschland mit stolzen 54 Prozent.

Vergleicht man die Daten der europäischen Eurostat (Statistikbehörde) wird deutlich, dass der Kostentrend für Haushaltsstrom in Deutschland aufgrund der eingeleiteten Energiewende und dem Ausbau der Leitungsnetze weiter kräftig steigen wird.

Das Produkt „Strom“ mit ihrem Alleinstellungsmerkmal ist und wird für den deutschen Fiskus zur unerschöpflichen Geldquelle. Vergleichbar sind die gestiegenen Immobilienpreise und dadurch auch die Mietkosten, ausgelöst durch die Nullzinspolitik der EZB zur Rettung des Euro.

Der wahre Nutznießer ist wiederum der deutsche Staat mit enormen Zinsentlastungen und wahnwitzigen Steuern auf den Immobilienbesitz. Auch bei den Mieteinnahmen werden bis zu 42 Prozent durch Steuern abgegriffen.

Wie wäre es denn, mal darüber nachzudenken, die Strompreise und Mieterträge niedriger zu besteuern und diese Entlastung an die Mieter beziehungsweise Verbraucher weiterzugeben, anstatt kommunistisch geprägte Enteignungsparolen zu verbreiten.

Maximilian Prugger

Kolbermoor

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