Sprachlos über die Reaktion der Grünen

Zum Bericht „Die Masken-Rebellin“ (Regionalteil/Leserbriefe):

Herrn Braun und Frau Deininger danke ich für ihr mutiges Eintreten zur Aufrechterhaltung der Meinungsfreiheit und einer gesunden Diskussionskultur. Die repressive Reaktion der „Grünen-Vertreterinnen“ zu ihrem Engagement hat mich zuerst sprachlos gemacht. Dabei ist es die Spitze der enttäuschenden Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren mit dieser Partei gemacht habe. Erklärte mir doch vor längerer Zeit die „Grünen“-Sprecherin von Bruckmühl auf meine Anfrage zu einem ethischen Drama: „Wir verstehen uns nicht als Partei, die immer Nein sagt!“

Was ist da passiert? Es war doch gerade das kämpferisch entschiedene „Nein“ der Ursprungsgrünen gegen ethisch unhaltbare Missstände, wo etablierte Parteien sich durch Lobbyismus paralysieren ließen, das mir die Partei einst so sympathisch machte. Ich vermisse dieses entschiedene „Nein“ zu Mainstream-Manipulationen, das entschiedene „Nein“ zur Diktatur der Agrarkonzerne, das entschiedene „Nein“ zu systematischer Landschaftszerstörung und Vergiftung unserer Natur, das entschiedene „Nein“ zu der erbärmlich-grausamen Massentierhaltung, das entschiedene „Nein“ zu unkontrollierter Einwanderung, zum Schutz unserer Freiheits- und Menschenrechte und unserer verletzlichen Ethik vor extremistischen Ideologen.

Wäre es nicht die Königsaufgabe der „Grünen“ gewesen, eine Aktion wie „Rettet die Bienen“ durchzuführen, nachdem sie sich doch in allen Landes- und Ortsgremien etabliert haben und sie ihren Einfluss nutzen könnten? Stattdessen wurde die vorbildliche und erfolgreiche Aktion von der ÖDP ins Leben gerufen. Leider wird dieser Partei in der Öffentlichkeit zu wenig Beachtung geschenkt. Ich glaube, über diese Vorgänge in ihrer Partei wäre sogar eine Petra Kelly sprachlos.

Mathilde Stenner

Bruckmühl

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