Spieler müssen auf Bank

Zum Bericht „Vier Neue für 1860“ (Regionalsport)

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Als Fußballanhänger freut es einen, wenn die Region in höheren Klassen vertreten ist. Daher begrüße ich es ausdrücklich, dass sich der TSV 1860 Rosenheim nun schon einige Jahre in der Regionalliga Bayern hält. Leider will sich nachhaltiger Erfolg, also die Etablierung in der Klasse, einfach nicht einstellen. Auch diese Saison ist der Verein vom Abstieg bedroht. Daher ist durchaus verständlich, wenn man seit letztem Jahr durch eine Kooperation mit der SpVgg Unterhaching versucht, sportlich zu reüssieren. Die Öffentlichkeit kennt nicht die Details des Vertrags, aber man kann vermuten, dass transferiertes Spielermaterial möglichst oft in der Regionalliga zum Einsatz kommen soll. Wenn nicht, hätten die jungen Spieler in Unterhaching bleiben können. Beide Ersatzbänke dürften gleich hart sein. Nun hat 1860 bereits qualifizierte Akteure und auch einige Nachwuchsspieler unter Vertrag. Deren Einsatzchancen werden durch den Transfer sinken. Klar, Konkurrenz fördert die Leistung und klar, der Verein möchte die Klasse halten. Aber werden zur Saisonmitte gleich vier Spieler eines höherklassigen Vereins aufgenommen, könnte sich der intensivere Wettbewerb in negativen Reaktionen des Kaders entladen. Während der eine nur resigniert, könnten sich andere mit dem Gedanken tragen, sich einen neuen Verein zu suchen. Wenn es so weit kommt, verlöre 1860 fest geplante Spieler im Austausch gegen junge Leihspieler, die dem Verein nur temporär zur Verfügung stehen. Da braucht man dann schon durchschlagenden Erfolg mit der Sicherung der Klasse oder gar einem alsbaldigen „Lift“ der Mannschaft in die oberen Tabellen-Ränge. Der Klassenerhalt wäre daher nur ein „Meilenstein“ auf einem längeren, sorgfältig zu planenden Weg.

Norbert Vogel

Schechen

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