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Sophie Scholl: Nicht die Mitstreiter vergessen!

Zur Berichterstattung über Sophie Scholl (Bayernteil):

Sophie Scholl wird seit Jahren und Jahrzehnten von Politik und Medien zu der bedeutendsten Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus aufgebaut, und entsprechende Ehrungen werden ihr posthum zuteil. Ihr mutiges Auftreten gegen dieses mörderische Unrechtssystem verdient zweifellos größten Respekt. Vergessen darf man dabei aber nicht die Namen ihrer unmittelbaren Mitstreiter.

Am 22. Februar 1943 wurden vom Volksgerichtshof auch ihr Bruder Hans Scholl sowie Christoph Probst zum Tode verurteilt. 14 weitere Mitglieder der „Weißen Rose“ standen zwei Monate später in München vor Gericht. Am 13. Juli wurden Alexander Schmorell und Prof. Huber und am 12. Oktober 1943 Willi Graf hingerichtet. Eine ganze Serie von Prozessen gegen Unterstützer der „Weißen Rose“ sollte folgen. Ein weiteres Todesurteil erging dabei gegen den Studenten Hans Konrad Leipelt. Innerhalb der „Weißen Rose“, die im Bildungsbürgertum ihren Hintergrund hatte, waren die Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell besonders aktiv. Sie schrieben von den insgesamt sechs Flugblättern allein vier und verfassten das fünfte zusammen mit Prof Huber, der das sechste formulierte. Sophie Scholl kam Anfang Mai 1942 nach München und wurde dort gleich in den Freundeskreis ihres Bruders aufgenommen. Sophie ist hier an den entsprechenden Diskussionen und weiteren nötigen Tätigkeiten wie dem Malen von Parolen beteiligt gewesen.

Sophie Scholl als Einzige so herauszustellen, entspricht nicht den historischen Fakten. Denn natürlich ist der Widerstand gegen den Nationalsozialismus viel, viel breiter und auch tiefgehender gewesen, als es immer wieder dargestellt wird.

Andreas Salomon

Rosenheim

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