Solidarität im Fußball

Zum Bericht „Coronavirus spaltet Bundesliga: Fußball-Bosse aus 1.

und 2. Bundesliga attackieren Watzke vom BVB“ (Sportteil):

Es ist eine althergebrachte Weisheit, dass schon in den Amateurligen um Aufstiege gekämpft wird. Auch kommt es vor, dass Vereine in den höher liegenden Klassen wegen schwacher Kassen den Aufstieg sausen lassen. Das sollte auch für die Bundesliga gelten. Es fehlt den Vereinen, die auf Solidarität der finanziell besser dastehenden Clubs angewiesen sind, an einem guten Management. Es sollte dem Verein Düsseldorf gesagt sein: Wenn ihr kein Kapital für die Bundesliga habt, dürft ihr auch nicht aufsteigen. „Ein Solidarfonds klingt erstmal gut, aber man müsste sich ansehen, wie ein solcher Fonds dann aufgebaut wäre. Es darf natürlich nicht dazu führen, dass Clubs, die in den vergangenen Jahren sportlich und ökonomisch viele Fehler gemacht haben, am Ende davon profitieren“, so Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Ein Verein wie der BVB hat rund 500 Beschäftigte zu bezahlen. Und stand auch mal am Rande der Pleite. Durch gute Vereinsführung und ein hervorragendes Management gelang es dem BVB, dort hinzugelangen, wo er heute steht. Der BVB ist ein börsennotierter Verein und hat eben für seine Angestellten eine hohe Verantwortung. Wenn Spieler spenden, sich solidarisch erklären und von ihrem Gehalt etwas abgeben, ist das eine gute Sache. Ein Verein wie der BVB darf das nicht. Watzke wurde kritisiert, dass er unsolidarisch sei. Er stellte aber klar, dass er einen Solidarfonds nicht kategorisch ablehnt: „Wenn es aber unverschuldet durch diese vorhersehbare Ausnahmesituation geschehen ist, gehe ich davon aus, dass der BVB sich sicher nicht unsolidarisch verhält.“

Dieter Schneider

Schleching

Kommentare