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Sinnlose Anzeigen und große Kosten

Nachdem die Kinder in einer Kindertagesstätte eine Corona-Pooltestung (Lollitest) gemacht haben, werden die Testkassetten eingesammelt. Seit dieser Woche müssen auch Krippen- und Kindergartenkinder getestet werden.
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Nachdem die Kinder in einer Kindertagesstätte eine Corona-Pooltestung (Lollitest) gemacht haben, werden die Testkassetten eingesammelt. Seit dieser Woche müssen auch Krippen- und Kindergartenkinder getestet werden.

Zu den Berichten über die aktuelle Corona-Situation (Politik- und Lokalteil):

Viele Städte und Kommunen reagieren jetzt mit Allgemeinverfügungen gegen die „Spaziergänge“, die natürlich nichts anderes als Protest sind. So hat zum Beispiel die Stadt München in der vergangenen Woche diese Art von Demonstration verboten. Statt zu hinterfragen, warum sich die „Spaziergänge“ gebildet haben, sucht man jetzt Strategien gegen diese, die wiederum geprägt sind von Beschränkung, Einschränkung, fadenscheinigen Begründungen. Mit derlei Verboten und Strafandrohungen (in München 3000 Euro) erfährt die Gängelung von Bürgern, die eigentlich nur ihr Recht in Anspruch nehmen, eine weitere Eskalation – und das immer noch vom Grundgesetz zugestandene Demonstrationsrecht verkommt zur hohlen Phrase. Der öffentliche Frieden sei gefährdet: Dieser Vorwand, der meist bemüht wird, um Demonstrationen nicht zu genehmigen, ist pauschal und immer anwendbar, macht es den politisch Verantwortlichen leicht, „ihren Frieden zu bewahren“. Da sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter, Spaziergängern gehe es um Konfrontation mit dem Staat – solche Aussagen sind so aggressiv wie falsch. Warum fällt das Eingeständnis, dass die meisten Menschen friedlich auf die Straße gehen, so schwer? Warum wird nicht die Frage gestellt, wieso in Deutschland, in Europa so viele Menschen auf die Straße gehen und protestieren? Noch nie hat es in der jüngeren Geschichte vergleichbare Vorgänge gegeben. Es gehen Menschen auf die Straße, die sich nie hätten vorstellen können, jemals auf die Straße zu gehen. Demokratie-Verbot à la OB Reiter ist sicherlich nicht Teil einer Lösung, hat autokratischen Beigeschmack und ist Ausdruck von Hilflosigkeit. Ich war schon mehrfach auf Demonstrationen in Rosenheim, es war ausnahmslos friedlich.

Rudolf Helf junior

Raubling

Mit großem Erstaunen las ich die ausschließlich von Impfgegnern/-skeptikern verfassten Leserbriefe zum Thema Covid-Impfung – wie lange müssen wir uns dieses Geschwurbel eigentlich noch anhören? Was bezwecken diese Leute mit ihren Ergüssen denn immer noch? Wollen sie die 72 Prozent vollständig Geimpften vom Gegenteil überzeugen? Oder brauchen sie eine Rechtfertigung, warum sie im Ernstfall Schwerkranken die Intensivbetten wegnehmen und dann noch mit ihrer Ignoranz das medizinische Personal, das sowieso am Ende seiner Kräfte arbeitet, bis zur psychischen und physischen Erschöpfung nerven müssen?

Es kann doch -– noch – jeder machen, was er möchte, dann lassen Sie´s doch sein mit der Impfung und warten wir einfach mal ab, was passiert. Eine Impfpflicht ist ja eh schon wieder in weiterer Ferne. Die Gemäßigten unter ihnen brauchen sich allerdings wirklich nicht zu wundern, warum sie als Teilnehmer bei den „Spaziergängen“, häufig organisiert aus der rechten Ecke, dann auch in diese gestellt werden. Diese Verwunderung würde ich im besten Fall als blauäugig bezeichnen. Chapeau dagegen für die Lichterketten des Netzwerks „Mühldorf ist bunt“, um auch mal die Flagge der „Schweigenden Mehrheit“ zu zeigen.

In unserer Apotheke hatten wir jedenfalls seit Einführung der Impfungen genau vor einem Jahr noch keine einzige schwere Impfnebenwirkung, allerdings allein in der vergangenen Woche schon drei Todesfälle von ungeimpften Kunden – die alle noch nicht einmal 70 Jahre alt waren. Das sind die Fakten, an die ich mich halte. Also, machen Sie doch einfach, was Sie wollen, aber belästigen Sie bitte die leider schweigende Mehrheit nicht weiter mit Ihren hanebüchenen Theorien.

Susanne Engelmann

Waldkraiburg

Der willkürliche Umgang mit Statistiken und wissenschaftlichen Erkenntnissen durch selbst ernannte Virologen, Epidemiologen, Covid-Experten in Leser- und Gesellschaft nervt. Wir haben weltweit mit milliardenfach eingesetzten, gut erforschten Impfstoffen Millionen Leben gerettet bei einer verschwindend geringen Zahl ernster Schäden (für Deutschland 1:1 Million Tote, bei denen ein Zusammenhang mit der Impfung möglich scheint, gegen 1614:1 Million Corona-Tote) und dazu Tausende Long-Covid-Kranke jeden Alters. Zudem hängt nicht jedes nach Impfungen gemeldete Problem damit ursächlich zusammen. So dürfte der erhöhte Lebkuchenkonsum vor Weihnachten ja auch nicht für die veränderte Corona-Inzidenz verantwortlich sein.

Den Unterschied zwischen Fakten und Fake, zwischen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis und Meinung scheinen viele nicht zu kennen und fallen deshalb auf Scharlatane he rein. Zur Krönung werden auch noch Kinder missbraucht und gefährdet: Kleinkinder wurden bei Minusgraden allein im Auto gelassen oder auf Demos mitgenommen, weil Eltern sie als Schild gegen körperliche Angriffe benutzen wollten. Erzählungen vom „Todspritzen und Erstickenlassen durch Masken“ dürften Kinder schwer traumatisieren. Weitere Geschmacklosigkeiten und tragische Ereignisse bis hin zu Morden und erweitertem Suizid sind schon vorgekommen. Das Maß ist voll. Politiker ordnen nach Beratungen mit Wissenschaftlern aus Medizin, Soziologie, Wirtschaft und so weiter geeignet scheinende Maßnahmen an. Da werden natürlich Fehler gemacht. Hinterher ist man immer schlauer. Alle sind zum Nachdenken aufgerufen, ob sie es besser könnten.

Dr. Kurt Schulz undDr. Eva-Maria Glofke-Schulz

Rosenheim

Hier hat das OVB ja „diesen Kreisen“ Raum eingeräumt. Was sich da alles zusammenbraut, kann einen erheitern, aber auch entsetzen. Selbstverständlich sind Gedanken frei, sogar in totalitären Umgebungen, dabei sollten diese in der Mehrzahl aber wirklich im Geheimen bleiben. Mehrheitlich erinnern sie mich an Sektierer, die voller Überzeugung den wildesten Überzeugungen erlegen sind. Zahlenmäßige Mehrheiten bezogen auf egal welche Maßnahmen sind natürlich immer diskutierbar, aber bei dieser Thematik sprechen doch die Milliarden Befürworter eine eindeutige Sprache. Außerdem sollte jeder Einzelne Grundgesetze beachten, und dass sein Interesse hinter dem der Allgemeinheit zurückzustehen hat.

Peter Gudereit

Bad Aibling

Herr Bachhuber stellt in seinem Leserbrief ein paar Fragen, die er gerne von Geimpften beantwortet haben möchte. Ich bin geimpft und versuche mal ein paar der Fragen zu beantworten: Sie fragen, warum es wohl beim EU-Parlament einen Entschließungsantrag zur Entschädigung von Impfopfern gibt. Nun, jedem Mitglied des EU-Parlaments steht es frei, einen solchen Antrag vorzulegen. Dieser Antrag stammt von Virgine Joron, Mitglied der Front National und der rechtsradikalen ID-Fraktion. Und es ist ein Antrag, mehr nicht.

Eine weitere Frage betrifft die Kosten – Ungeimpfte würden durch ihren Verzicht auf eine Impfung hier Kosten sparen und durch ihre Steuern die Finanzierung der kostenlosen Impfungen leisten. Dann rechnen wir doch mal (vereinfacht): Ein Covid-19-Krankenhausaufenthalt kostet im Schnitt 33 000 Euro, das Hospitalisierungsrisiko bei ungeimpften Personen beträgt etwa 2,5 Prozent, ergibt sich also ein statistisches Kostenrisiko von 825 Euro. Bei Geimpften haben wir ein Risiko von 0,02 Prozent, gibt 6,60 Euro. Dazu kommen die Kosten von drei Impfungen zu etwa 30 Euro (je nach Ausführungsort), macht dann knapp 100 Euro. Weitere Kosten wie Arbeitsausfall, Folgekosten durch erhöhte Weitergabewahrscheinlichkeit des Virus und so weiter kommen da dann noch dazu. Rein von der Statistik her würde also ein Bonus beim Krankenkassenbeitrag für Geimpfte gerechtfertigt sein – und so was gibt es ja jetzt auch schon: zum Beispiel Bonusprogramme für Vorsorgeuntersuchungen und Fitnesskurse.

Aber Sie haben Recht, das Thema Kosten/Nutzen anzusprechen: Es muss doch bitte dringend hinterfragt werden, warum hier der Nutzen einer mit Steuergeldern geförderten Innovation (nämlich die Entwicklung des Impfstoffes) so hemmungslos privatisiert werden kann.

Wolfgang Kufer

Mühldorf

Herr Anastasiadis hat den Weltärztepräsidenten Dr. Montgomery massiv unsachlich angegriffen. Zum Beispiel als „oberster Maskenskeptiker“ (seit 1,5 Jahren unwahr), „peinlicher Ausrutscher eines wichtigtuerischen Ärzte-Chefs“ oder „er vertieft die gesellschaftliche Spaltung“ (übelste Verleumdung) und „redet chinesische Verhältnisse herbei“. Obwohl Anastasiadis keine Ahnung hat von Medizin/Virologie oder den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen für ganze Gesellschaften und den Verfall der staatlichen Stabilität.

Warum tut er das? Anastasiadis spricht von Gewaltenteilung zwischen Medizin und Justiz. Wenn der Staat aus medizinischen Gründen, auf der Basis aller Naturwissenschaftler dieser Fachrichtungen und Ärzte, durch seine Schutzmaßnahmen seine Bürger vor tödlicher Krankheit schützt. Wenn es um Leben und Tod geht, dann gibt es keine Gewaltenteilung in medizinische und juristische. Da geht es nur darum, möglichst vielen Menschen das Leben zu retten. Wer ruft in allermeisten Fällen wegen Corona-Schutzmaßnahmen die Gerichte an? Das sind fast immer AfDler oder ähnliche faschistoide Elemente, die nur eins im Sinn haben, nämlich die demokratische Grundordnung Deutschlands zu vernichten. Anstatt zu helfen, endlich vor die Welle zu kommen, fallen die Richter und Anastasiadis den Medizinern und dem Staat in den Arm. Den Kommentar von Anastasiadis hätte auch der AfD-Vorsitzende schreiben können.

Sofort und bei künftigen Pandemien muss der Bundestag die Notstandsgesetze ausrufen und diese erst bei Wegfall der Indikatoren aufheben. Demos, „Spaziergänge“ und alle juristischen Eingriffe gegen die pandemischen Schutzmaßnahmen sind in dieser Zeit ausgesetzt. Demokratien und Menschen müssen sich schützen, wenn sie überleben wollen. Das Leben und die Gesundheit von Hunderttausenden stehen in der Zeit dieser Notstandsgesetze über dem Grundgesetz! Sonst können wir die Pandemie nie beenden und das Leben nicht normalisieren. Wenn sich zwischen Juni und November 2021 die 16 Millionen Impffähigen geimpft hätten anstatt verweigert, dann wäre heute die Situation entspannt (nur noch Boostern) und die Freiheit wieder hergestellt.

Martin Cretnik

Prien

Ich wurde zweimal geimpft und bin nach fünf Monaten an Corona erkrankt (leicht). Nun frage ich mich, warum brauche ich als doppelt Geimpfter und zusätzlich erkrankt und genesen einen Schnelltest – und ein dreifach Geimpfter benötigt keinen? Ist eine Erkrankung nicht viel sicherer als die Boosterimpfung? Mein Immunsystem hat ja Abwehr gezeigt.

Olaf Scheuner

Großkarolinenfeld

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