Sinnes-Erbe in Frankreich: Eine gute Idee!

Zum Bericht „Hahnenschrei als Kulturgut, Frankreich schützt Geräusche und Gerüchte“ (Seite1):

Ist es wirklich wahr, dass die Franzosen beziehungsweise das französische Parlament ihr Kulturerbe um das sogenannte „Sinnes-Erbe“ erweitert haben? Gibt es tatsächlich noch Politiker in den oberen Gremien die nicht nur eine Wirbelsäule, sondern ein Rückgrat haben? Ja, das scheint’s noch zu geben. Meinen größten Respekt!

Welch‘ Freude bereitete mir der Artikel beim Lesen. Es war wohl ein Hahn namens „Maurice“, der dafür der Auslöser war; der sich doch tatsächlich – auf dem Land lebend – erdreistet hat morgens zu krähen. Wenn der Stadtmensch aufs Land flieht, kann er doch vorher nicht wissen, dass es Hähne gibt, die schon morgens Radau machen und dort noch Glocken vom Kirchturm runterläuten. Und Gerüche gibt’s da auf dem Land.

Jawohl, so geht’s zu auf dem Land und das nicht erst seit Tagen, Wochen oder Monaten oder etlichen Jahren. Nein, das ist schon immer so. Keiner braucht aufs Land zu ziehen und uns dann erklären, wie wir hier zu leben haben auf dem Land. Wir können das auch ohne Querulanten! Und das auch schon eine sehr lange Zeit, wir sind zufrieden!

Integriert Euch „mit dem Sinnes-Erbe“ – oder bleibt dort, wo ihr herkommt. Frankreich ist das Land, in dem Milch und Honig fließen. Jetzt passt der Spruch „Leben wie Gott in Frankreich“ auch noch viel besser! Und als kleiner Ansporn für unsere Kommunalpolitiker: ein Bürgermeister eines 400 Seelen-Dorfes hat die Initiative „zum Schutz des ländlichen Erbes“ ergriffen!

Anton Brunnhuber

Kraiburg

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