Sind FFP2-Masken gesundheitsschädlich?

Tüten mit FFP2-Masken und OP-Masken: Unsere Leser machen sich Gedanken um Wirksamkeit und mögliche gesundheitliche Folgen.
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Tüten mit FFP2-Masken und OP-Masken: Unsere Leser machen sich Gedanken um Wirksamkeit und mögliche gesundheitliche Folgen.

Zur Berichterstattung über die FFP2-Masken (Politik- und Regionalteil):

Sind FFP2-Masken gesundheitsschädlich? Mit welchen chemischen Substanzen werden die FFP2-Masken behandelt? Welche schädlichen Stoffe atme ich bei der Benutzung der FFP2-Maske ein? Und wer prüft die Immissionswerte, die der Körper durch das Einatmen aufnimmt? Gibt es dazu Langzeitstudien über die Verträglichkeit der FFP2-Maske?

Ist die aktuell trockene, gereizte Mundschleimhaut eine allergische Reaktion auf das Tragen der FFP2-Maske?

Irmengard Gartmeier

Josef Hoibl

Bad Aibling

Ich entwickle seit über 40 Jahren Filtermedien für die verschiedensten Anwendungen. Auch für Atemschutzmasken. In medizinischen Masken des Typs II (DIN EN 14683) wird ein Vlies-Material verwendet, das geeignet ist, Bioaerosole, also wässrige Sekrettröpfchen, in denen sich Virionen, Bakterien und/oder Pilze befinden, mit der notwendigen und vorgeschriebenen Qualität abzuscheiden.

Diese Tröpfchen haben eine Größe um 1/1000 mm (1 μm). Virionen selbst sind kleiner (um 0,1 μm). Aktive Virionen fliegen aber nie allein (nackt) durch die Luft, sondern werden immer in solchen Sekrettröpfchen transportiert. FFP2-Masken (EN DIN 149) können zwar kleinere Partikeln als 1 μm abscheiden, das bedeutet aber keineswegs einen besseren Schutz vor Virionen-Aerosolen und hat den Nachteil, dass für FFP2-Vliese ein dreimal so hoher Atemwiderstand erlaubt ist, wie für medizinische Masken.

Reine Willkür ist in meinen Augen, dass nur der Freistaat Bayern den Beschluss der Ministerpräsidenten-Konferenz vom 19. Januar, dass neben FFP2-Masken nach DIN EN 149 auch medizinische Masken nach DIN EN 14683 erlaubt sind, unterlaufen hat. Dies ist nicht damit zu begründen, dass FFP2-Masken besser vor einem Virionen-Aerosol schützen. Das ist schlichtweg ein Märchen.

Dr. Jürgen Hoffmann

Schechen

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