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Seniorenresidenz Schliersee: Faustschlag ins Gesicht der Pflegekräfte

Zum Bericht „Nicht nur Pflegekräfte sind schuld“ (Bayernteil):

Betreiber und zuständige Behörden werden für die Missstände in der Seniorenresidenz Schliersee nur unzureichend in die Pflicht genommen. Dass angeblich nur eine Beschwerde im Landratsamt einging, kann nicht sein. Im Zeitraum Mai 2010 bis September 2011 führten der MDK vier und die FQA (früher: Heimaufsicht) zehn Kontrollen durch. Schon der erste Eigentümer, die H&R Senioren Heimbetriebsgesellschaft, war meiner Meinung nach nicht an einer guten Pflege interessiert. Tatsache ist, dass das Seniorenheim der H&R in Inzell 2011 wegen gravierender Mängel und Gefahr für Leben und Gesundheit auf Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes geschlossen wurde.

Als Leiter der BFS Altenpflege musste ich die Zusammenarbeit beenden, nachdem keine ernsthaften Bemühungen zur Verbesserung der Pflege in der Residenz zu erkennen waren. Durch Betreiberwechsel gelang es, die prekäre Situation mehrmals zu „reseten“, sodass den Behörden angeblich für konsequentes Handeln die Hände gebunden waren. Über den neuen italienischen Betreiber und seine Expansionsbestrebungen wurde berichtet, aber keine Silbe über eine bessere Pflegequalität verloren.

Streben nach Gewinnmaximierung stand im Vordergrund. Die Ankündigung, dass sich für den Bewohner quasi nichts ändern wird, bewahrheitete sich.

An der gefährlichen Pflege änderte sich nichts. In Schliersee wurden ans Rathaus Beschwerden herangetragen, die an die Heimaufsicht weitergegeben wurden – ohne dass weiteres geschah. Sie wurden schlichtweg von den Verantwortlichen der FQA und des MDK nicht ernst genommen. Es wäre folgerichtig, wenn seitens der Staatsanwaltschaft überprüft würde, ob von FQA, MDK und den Verantwortlichen ausreichend und korrekt geprüft wurde.

Ulrich Brenner

Rosenheim

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