Seltsames Verständnis von Demokratie

Zum Artikel „CSU-Fraktion auf Schrumpfkurs“ (Regionalteil):

Der Austritt von Herrn Forstner war die logische Konsequenz aufgrund merkwürdiger Vorgänge in der CSU in den vergangenen Monaten. Wegen des fadenscheinigen Argumentes, es wäre schriftlich protokolliert worden, dass Herr Forstner nicht erneut als Gemeinderat kandidieren wird, was er dann beim offiziellen Kandidatengespräch widerrufen hat, war für ihn angeblich kein Platz mehr unter den zu vergebenden 24 Listenplätzen. Auch andere CSU-Räte haben ihren Rückzug angekündigt, dann doch wieder kandidiert. Besonders befremdlich ist, dass es die Stephanskirchener CSU-Vorsitzende geschafft hat, zwei nicht der CSU angehörigen (aber womöglich ihr nahe stehenden) Gemeinderatskandidaten Listenplätze unter den ersten fünf zu verschaffen und somit interessierten CSU-Mitgliedern, die nicht immer einer Meinung mit der Parteiführung sind und das auch offen sagen, einen Listenplatz zu verwehren. Kritik und andere Meinungen sind eben unerwünscht und werden nicht geduldet. Wenn man das seltsame Demokratieverständnis der Parteiführung und den Umgangston anmahnt, wird man zurechtgewiesen. AfD geht zwar gar nicht, aber mit dem Ausdruck „CSU-Klientelpolitik“ liegt Herr Winhart leider gar nicht so falsch.

Hans Köglmeier

Stephanskirchen

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