Schwierige Nachbarschaft zu Tirol

Zum Bericht „Eklat um Corona-Grenzkontrollen“ (Politikteil):

Dieses ewige Jammern der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig über die Nachbarn in Tirol ändert nichts daran, dass auch von unserer Seite endlich etwas getan werden muss, um die Verkehrssituation zu entschärfen. Ihre Antwort auf meinen Brief an sie: „Ich begleite die Planungen seit Jahren engmaschig und versuche selbstverständlich die beste Variante – unabhängig der Kosten – für die in meinem Wahlkreis lebenden Bürgerinnen und Bürger zu erlangen“. Wie soll das gehen, wenn die Nachbarländer, die schon eifrig am Bauen des Brennerbasistunnels sind, ihre Trassen schon fertig haben und wir wieder mal den Anschluss verpasst haben, weil wir in der Zeit nur planen? Da dürfen wir Bürger in dem Wahlkreis lebenden Bürger noch lange Stau und den früher so angeprangerten Feinstaub, der total aus dem Bewusstsein verschwunden ist, noch lange ertragen. Ein Blick über den eigenen Tellerrand hat noch nie geschadet, um gegenseitiges Verständnis und ein Miteinander zu fördern.

Renate Sprissler

Oberaudorf

Laut Medienberichten und unseren Politikern breiten sich vielfach gefährlichere Virusmutationen auch in Deutschland aus. Ganz abgesehen davon, dass ein 70 Prozent mehr ansteckenderes Virus, 1,7-fach ansteckender ist und nicht ein „vielfaches“, wird die Statistik weiter „optimiert“: Bislang wurde nur jeder 700. positive Test genauer untersucht, dann jeder 20. und jetzt anscheinend jeder. Da nimmt logischerweise die gefundenen Mutationen stark zu. Nun „schließen“ wir die Grenze zu Tirol, da dort die Mutation so richtig tobt. Naja, wenn dem so wäre, wieso hat denn Tirol die niedrigste Inzidenz aller österreichischen Bundesländer? Ich bin aber sicher, dass die bayerische Staatsregierung nicht grundlos handelt. Einen Grund dafür kann man immer wieder sehen: riesiger Lkw-Rückstau durch Blockabfertigung. Vielleicht handelt die bayerische Regierung ja unter dem Motto. „ Seit Sonntag 0 Uhr wird zurückgestaut“.

Anton Grimmeisen

Prien

Man kann es einfach nicht glauben: Die Tiroler laden ihren Frust auf uns Bayern ab! Sind wir denn schuld an der Tiroler Situation? Immer jammern sie, weil keine Skifahrer kommen, die Hotels keinen Reibach machen können. Dabei wird Tirol von eigenen Nachbarn und Italien abgegrenzt. Aber dafür treffen sich die trinkfesten und aus einem Risikoland kommenden Briten. In Söll fahren sie Ski und feiern die Nacht durch, die gleichen Typen aus Schweden grölen in St. Anton. Wer das akzeptiert um des Profits willen, andere aber kritisiert, liegt meines Erachtens völlig falsch. Die Tiroler mit der Auf- und Zu-Strategie machen eh, was sie wollen. Der Gipfel der Lächerlichkeit war, dass sie den Bayern rieten, jetzt nicht zum Frisör nach Tirol zu kommen! Wer wollte das denn?

Christine Maier

Oberaudorf

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