Schreckgespenstder DDR heraufbeschworen

Zum Kommentar „Der Mietendeckel wird zum Albtraum“ (Politikteil):

Den Mietendeckel in Berlin mit den Verhältnissen in der ehemaligen DDR zu vergleichen, zeugt von erstaunlicher Unwissenheit, die ich mir bei einem Kommentator wie Herrn Anas tasiadis nicht hätte vorstellen können. Oder aber er beschwört wider besseren Wissens das DDR-Gespenst herauf, um die Bürger zu verschrecken und Stimmung gegen den Mietendeckel zu machen. In der DDR gab es keinen Spielraum bei Preisen, es waren Festpreise. Beim Mietendeckel dagegen handelt es sich nur um eine Maßnahme, den sehr wohl vorhandenen Spielraum nach oben zu begrenzen, um Auswüchsen zu begegnen. Herr Anastasiadis sollte lieber seine Mitmenschen ans Grundgesetz erinnern. Dort steht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Würden sich alle daran halten, bräuchte es keine Mietendeckel. Man muss sich schließlich nicht an dem Hype beteiligen, aus einer Wohnung an Miete herauszuholen, was nur immer möglich ist.

Rainer Ostermann

Prutting

Kommentare