Schockiert von der Brutalität der Polizei in Berlin

Zum Bericht „Corona-Maßnahmen sind überzogen“ (Regionalteil):

Ich habe den Artikel gelesen und war positiv überrascht über diese Art des Umgangs mit dem Thema. Auch ich wollte und musste mir im Sommer ein eigenes Bild machen, was auf den Demonstrationen passiert, wie viele und welche Teilnehmer dort sind. Die Berichterstattung in den Medien kam mir zu einseitig vor. Der Bericht der Dame aus Inzell deckt sich absolut mit meinen Erfahrungen, die ich auf der Demonstration in Berlin Ende August gemacht habe – mit der einen Ausnahme, dass ich schockiert war über das brutale Vorgehen der Polizei.

In der Friedrichstraße beobachtete ich, dass die Demonstranten regelrecht hinter Absperrungen eingekesselt wurden, keiner durfte mehr hinein, aber auch niemand heraus. Immer wieder stießen Gruppen von 15 bis 18 Mann in die eingesperrte Menge und holten auf ziemlich brutale Weise einzelne Personen, Männer und Frauen, von sehr jung bis alt, heraus und führten sie ab. Dabei war nie zu erkennen, dass es dort, wo diese Leute herausgezerrt wurden, irgendeine Art von Unruhe, Provokation, Beleidigung, Streit gegeben hat. Nie waren es erkennbar Reichsbürger (die durchaus auch vereinzelt in der Menge unterwegs waren), immer Leute wie „du und ich“.

Und diese Menschen wurden und werden in fast allen Berichten immer als halb bis ganz kriminell dargestellt. Die Übergriffe der Polizei zeigt und beschreibt niemand? Auch daran hab ich mal geglaubt: an die vierte Macht im Staat, die freien Journalisten, die unabhängig berichten und so auch Missstände aufzeigen, und an die freie Presse, die damit eine gewisse Kontrolle ausübt. Wo kann man über solche Dinge lesen? Bei den sogenannten „Verschwörungstheoretikern“, zu denen ich ja wohl auch gehöre? Manchmal gibt es einen Hoffnungsschimmer, ein solcher ist ihr Artikel im OVB! Danke dafür!

Dominique Haug-Bichler

Neubeuern

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