Rundfunk und Politik müssen zur deutschen Sprache stehen

Leserbrief zu den Beiträgen.: „Zu viele Anglizismen in der Berichterstattung und Sprache“ (Leserbriefe im Januar im OVB).

Es ist schon verwunderlich, warum wir trotz nationalistischer Auswüchse im Brexit wie US-Trump-Land immer noch viele Deutschsprachige glauben, ihre eigene Kultur und Heimat vor allem in der Sprache wie auch in der Musikwelt zugunsten der englischen Kulturwelt verstecken zu müssen.

Neben den vielen schon oft beklagten unnötigen Anglizismen ist es doch auch bedenklich, wenn man im Bayerischen Rundfunk das erste oder dritte Programm einschaltet und man durchgängig von früh bis spät fast nur mit englischsprachigen Musikprodukten versorgt wird. Deutsche Schlager wie Liedermacher scheint man in manchen Kreisen verbieten zu müssen.

Glücklich, wer in der Nähe zu Österreich wohnt. Hier bekommt man meist eine gute Mischung und man hat den Eindruck, dass man hier selbstbewusst zum eigenen Land und seinen eigenen Produkten steht. Offensichtlich scheinen nicht wenige Deutsche im Negativen der Geschichte stehen bleiben zu müssen. Kein Wunder, wenn so auch Nationalismen nicht selten auch in der Form des Interesses für die AfD ausbrechen, die aber geradezu harmlos sind in Vergleich zu Ausbrüchen in den USA und Großbritanniens.

Warum Deutsch als Amts sprache in der EU immer noch hinter Englisch und Französisch steht, ist ärgerlich und steht im Widerspruch zu den überwiegend deutschsprachigen Personen in der EU. Offensichtlich glauben nicht wenige Deutsche, besonders gebildet zu sein, wenn sie möglichst viel mit Englisch und Französisch ausdrücken können. Bedenklich ist es, wenn auch unsere Schulen immer noch zu sehr diese Richtung vorantreiben. Im Hinblick auf mehr Frieden in der Welt, sollten doch endlich dann doch auch die Sprachen wie Kulturen im Osten mehr Beachtung in den Schulen wie in der Politik erfahren.

Simon Kirschner

Bad Endorf

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