Mit der richtigen Technik ist es möglich

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Die Hoffnung der Forscher ist, neben Wind und Sonne auch einen treibhausgas reduzierten flüssigen Brennstoff für die Energiewende im größeren Maßstab einsetzen zu können. Denn bislang konzentrieren sich die Pläne für eine klimafreundliche Energieversorgung auf die Elektrifizierung: Strom soll möglichst umfangreich Gas und Öl ersetzen.

Die TU Freiberg forscht an einem Ersatz für das Öl, mit dem Fahrzeuge und Heizungen in Betrieb gesetzt werden können – nur eben CO2-neutral. Technisch ist das schon heute kein Problem, allerdings liegen die Kosten für das grüne Öl noch deutlich über denen von konventionellem Öl.

Eine Methode zur Herstellung von synthetischem Öl wird in Dresden angewandt. Hier wird aus Ökostrom, Kohlendioxid und Wasser der synthetische Erdöl-Ersatz hergestellt. Das klimaschädliche Kohlendioxid wird bei diesem Verfahren zum Rohstoff. Und Strom aus erneuerbaren Quellen dient zur Herstellung von Wasserstoff. CO2-neutrale flüssige Kraft- und Brennstoffe sind gut speicherbar, die Besorgung kann netzunabhängig erfolgen und sich der bereits bestehenden Transport- und Infrastrukturen bedienen. Herkömmliche Verbrennungsmotoren und Heizungen erhalten so eine klimafreundliche Perspektive. Auf gut Deutsch: Klimaschutz ist mit Marktwirtschaft und der richtigen Technik möglich. Da man den Ökostrom-Überschuss nicht speichern kann, müssen wir nämlich einigen Nachbarländern, die das können, viel Geld geben, damit sie uns den Strom abnehmen. Der muss schließlich ja wohin. Die Österreicher zum Beispiel lassen dann mit unserem Zuschuss ihre Pumpspeicherwerke füllen, um uns dann, wenn es dunkel und windstill ist, den Strom teuer wieder zu verkaufen.

Wenzel Schuster

Töging

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