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Richtige Lehren aus dem Scheitern ziehen

Ein Militärflugzeug steht nach dem Abzug der US-Truppen auf dem Flughafen Kabul. Mit dem Abzug der letzten US-Soldaten nach einem fast 20 Jahre langen Einsatz in Afghanistan richten sich die Blicke nun ganz auf die erneute Herrschaft der Taliban.
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Ein Militärflugzeug steht nach dem Abzug der US-Truppen auf dem Flughafen Kabul. Mit dem Abzug der letzten US-Soldaten nach einem fast 20 Jahre langen Einsatz in Afghanistan richten sich die Blicke nun ganz auf die erneute Herrschaft der Taliban.

Zur Berichterstattung über Afghanistan (Politikteil):

Das Debakel in Afghanistan ist eine bittere Erkenntnis für Amerika und Europa (vor allem für Deutschland), dass die ganze Welt nicht auf die Übernahme des westlichen politischen Systems und die Einführung der Demokratie „weltweit“ wartet. Iran (Arabischer Frühling) und viele Staaten in Nord- und Südafrika sind ein Beispiel hierfür. 20 Jahre Bemühungen in Afghanistan, das Land zu Demokratie und Gleichberechtigung zu bringen, waren umsonst, sind gescheitert. Von unseren gefallenen Soldaten ganz zu schweigen.

Es ist allmählich an der Zeit, das missionarische Gehabe weltweit zu beenden. Es müssen deshalb nicht westliche Werte außer Acht gelassen werden und nicht mit jedem Halunken-Staat Geschäfte gemacht werden, aber eventuell einmal politische Außenpolitik. China steht bereits überall in den Startlöchern.

Edith Pitschka

Rosenheim

Dass die CSU seit Jahrzehnten – und nicht nur vor Wahlen – besonders großzügig mit Steuergeldern umgeht, gehört zu den fundamentalen Grundsätzen ihrer blau-weißen Klientel-Politik und ist in den Kreisen der Begünstigten längst Selbstverständlichkeit geworden (leistungsloses Einkommen). Da bedarf es offenbar eines hellen Köpfchens. Bundeskanzler Kurz in Österreich zeigt da mehr Schneid: Kein einziger zusätzlicher Afghane soll Österreich betreten! So werden Millionen-Ausgaben vermieden. Bei uns kneifen wie immer die Parteien, wenn es darum geht, die wirklichen Alltagssorgen der Bürger anzupacken (Mieten, Grundstückspreise, Zinsverlust, Corona- und Hochwasserkosten, Erb-recht, Renten, Ausländerbeschränkung, Bürgerversicherung): Bürger, wehrt euch, zeigt all den Parteien, die für die genannten Kardinal-fehler Verantwortung tragen, am 26. September die Rote Karte!

Matthias Fuchs

Waldkraiburg

Deutschland sagt eine Soforthilfe von 500 Millionen Euro für Hilfsprojekte in Afghanistan zu. Unsere (endlich) scheidende Bundeskanzlerin hat das am 24. August verkündet. Meiner Meinung nach kann man das eigentlich als „Parteispende“ für die regierenden Taliban abhaken. In einer Gruppe, die das Land nun regiert und die für Steinigungen von Frauen steht, entscheiden nun „Gelehrten“ ab sofort, ob und wann Frauen überhaupt noch die Wohnung verlassen dürfen und ob Mädchen überhaupt noch zur Schule gehen dürfen.

Deutschland hat hier 20 Jahre lang versucht irgendetwas zu bewirken, mit dem Ergebnis, dass die Taliban nun das Land übernommen haben. Haben wir eigentlich in Deutschland keine Probleme mehr? Rente, Pflege, Schulen oder Hilfen bei Hochwasser und Corona? Ich befürchte fast, dass wir kommende Anschläge in Europa durch diese Soforthilfe mitfinanzieren – eigentlich der Wahnsinn.

Die Bundesregierung hat in Zeiten von Corona immer den Begriff der „Abwägung“ benutzt. Hier würde ich vorschlagen, wägen wir doch mal ab, und zwar zugunsten der deutschen Bevölkerung, der Alten, der Schwachen, der Kinder und der Infrastruktur. Wir sollten die Probleme in unserem Land mal ganz oben anstellen und nicht unser Geld mit dem Füllhorn in der ganzen Welt verteilen.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich alle Pflegebetriebe in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land angerufen habe, weil ich jemanden zur Pflege für einen Pflegebedürftigen gesucht habe und mich alle ausgelacht haben, weil niemand freie Kapazitäten hat, dann fehlen mir ehrlich gesagt die Worte, wie man unser Geld anderweitig rausschmeißt. Bravo, nur weiter so.

Stefan Pastötter

Schönram-Petting

Ausführlich werden im OVB die anderen Parteien zitiert, die den Linken wieder einmal attestieren, nicht regierungsfähig zu sein, weil nicht militärfreundlich. Der Kommentar von Mike Schier setzt noch einen drauf und stellt fest, „differenzierte Gedanken“ hätten keinen Platz bei der Linken. Viel eher ist es aber umgekehrt so, dass differenzierende Gedanken beim OVB für völlig überflüssig gehalten werden, wenn es gegen die Linke geht. Man hätte nämlich ja nachfragen können, warum die Linke, die massiv Evakuierungsanstrengungen forderte, sich der Stimme enthielt: Man hätte dann als Grund erfahren können, dass sich dieser Regierungs-Evakuierungsbeschluss allein auf afghanische Bundeswehrhelfer beschränkte und alle afghanischen Journalisten, Frauenrechtlerinnen, zivilen Anti-Taliban-Aktiven nicht in die Rettung mit einschloss, was Maas vor Kurzem noch einmal bekräftigte („Es geht uns nur um diese Personengruppe“). Das ist beschämend!

Beschämend und bezeichnend für die westliche Herangehensweise ist auch die Klage um die Opfer in den Medien. Unter Opfer werden ausschließlich immer und nur die deutschen (westlichen) toten Soldaten und die hohen westlichen Kriegskosten verstanden. Nie geht es bei der Opferklage um die afghanischen Kriegstoten. Rund 200 000 Afghanen sind gestorben, zum großen Teil durch feige Massenbombardements seitens der westlichen Interventen ermordet und zerfetzt. Aber das waren ja „bloß“ Afghanen. Schon auch bedauerlich, aber nicht groß der Klage wert im Vergleich zu 59 toten deutschen Soldaten.

Franz Garnreiter

Rosenheim

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