Respekt muss auch im Landtag von Thüringen Einzug halten

Zur Berichterstattung über die Landtagswahl und die Koalitionsverhandlungen in Thüringen (Politikteil und Titelseite).

Hallo, ihr da im thüringischen Landtag, geht‘s eigentlich noch? Euer Abschneiden bei der Wahl muss euch nicht gefallen. Aber es ist die Bewertung eurer Arbeit in der letzten Legislaturperiode, aber auch die Bewertung eurer Aussagen im Wahlkampf für den Fall eurer Wiederwahl. Wenn die eine oder andere Partei mit dem Abschneiden jetzt unzufrieden ist, liegt es nicht an der Dummheit des Souveräns. Das Wahlergebnis ist gelebte Demokratie. In eurer „Lohntüte“ liegt ein Teil der vom Souverän in seiner Gesamtheit abgeführten Steuern. Nun müsst ihr erfolgreichere Leistungen bringen.

Es ist legitim, vor der Wahl zu sagen, mit der oder der Partei werden wir nicht koalieren. Da allerdings kann es nur um politische Inhalte, nicht aber um einzelne Personen gehen. Letztere muss man nicht mögen. Aber der Respekt, wie er auch in sportlichen Wettbewerben als Selbstverständlichkeit eingefordert wirt, muss auch im Landtag von Thüringen Einzug halten, und nicht nur dort. Gemeint ist hier auch der Respekt gegenüber den Wählern.

Ich erkenne für die Arbeit der gewählten Vertreter des Souveräns in den sachlichen Programmen der Parteien ausreichende Schnittmengen, auch für eine Mehrheitskoalition. Euer Arbeitsplatz heißt „Firma“ Thüringer Landtag. In anderen Firmen fiele es keinem ein, zu sagen: mit der, dem oder denen arbeite ich nicht zusammen.

Ihr, wie auch beispielsweise der Bundespräsident, habt in der hineingewählten Funktion allen, ohne Unterschied, zu dienen. Also tut es auch mit Respekt.

Und Hallo: Bei der nächsten Wahl geht‘s dann vielleicht auch wieder mit einem etwas anderen Ergebnis.

Klaus Bleyl

Bad Feilnbach

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