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Meinung

Rentensystem fördert die Kindervermeidung

Leserbrief zu dem Bericht „Deutschland braucht 400.000 Zuwanderer pro Jahr“ (Politikteil):

Es ist bedenklich, wenn der Chef der Bundesagentur für Arbeit den seit Jahren eklatanten Mangel an Fachkräften primär mit Migranten lösen will, obwohl sich doch solches Denken bereits bei einer großzügigen Willkommenskultur von 2015 als weitgehend unfruchtbar erwiesen hat.

Bedenklich ist auch, wenn in seinem Beitrag nichts von einer echten Familienförderung gesagt wird, wo doch vor allem in Familien Kinder und damit künftige Fachkräfte geboren werden. Wenn in nicht wenigen Luxusvierteln oft großzügige Wohnungen und mehr SUV-Autos als Kinder anzutreffen sind, so ist das ärgerlich und nicht im Sinne unseres Grundgesetzes.

Ist das nicht auch skandalös, wenn gerade auch noch unser Rentensystem wie ein Kindervermeidungsprogramm wirkt, weil häusliche Erziehungsleistungen kaum honoriert und weitgehend im Rentensystem als Nichtarbeit gelten und sich so als rentenmindernd auswirken? Kein Wunder, wenn so unser materiell reicher Staat kinderarm daherkommt.

Wer mehr Fachkräfte will, sollte auch eine vernachlässigte berufliche Bildung zugunsten einer Privilegierung einer gymnasialen und akademischen Bildung bedenken. Ärgerlich, wenn man mit der Wiedereinführung neunjähriger Gymnasien teure Luxusprobleme aufgrund einflussreicher Interessengruppen bedient, wodurch auch Schonräume für wenig geeignete Jugendliche geschaffen werden, die sich nicht selten über Jahre hinweg in Klassenzimmern langweilen statt in handfeste Berufe einzusteigen. Ärgerlich, wenn damit dann im Grund- und Vorschulbereich Gelder fehlen und Eltern für ihre Kinder für Fördermaßnahmen auch noch zur Kasse gebeten werden.

Simon Kirschner

Bad Endorf

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