Rechte Gewalt nicht verharmlosen

Leserbrief von Fritz Händl vom 28./29. März:. Die heutige Linke hat mit der SED im ganz überwiegenden Teil überhaupt nichts mehr zu tun.

Der Einsatz der Partei für die Inte ressen der ärmeren Schichten unseres Volkes ist absolut zu begrüßen. Unsere „soziale Marktwirtschaft“ ist durch die Globalisierung teilweise zu einer radikalen Marktwirtschaft verkommen. Hier bedarf es Politiker, die auf die Exzesse hinweisen, und diese bekämpfen. Natürlich hat Radikalismus in der Partei nichts zu suchen.

Der Angriff auf die öffentlich-rechtlichen Medien wird derzeit überwiegend nur von einer Partei betrieben, nämlich der AfD. Hier stellt sich einmal mehr die Frage, wie wäre es, hätten wir keine öffentlich-rechtlichen Medien? Dies führt dann zu den Informationen verschiedener privatwirtschaftlicher Medien, die nicht nur teilweise falsch und oberflächlich sind, sondern durch deren Betreiber auch nach Gutdünken manipuliert werden können.

Der Hinweis, dass die größten Feinde unserer Demokratie von der linken Seite kommen, ist Unsinn. In diesem Pamphlet wird der Rechtsradikalismus geradezu als positiv und wichtig dargestellt. Die Toten von Kassel, Halle und Hanau wurden Opfer rechtsradikaler, fragwürdiger und kranker Demokratiehasser. Der Ausdruck „die paar Spinner dort, lächerlich“ zeigt nur entweder Unkenntnis, Unterlassung oder absichtliche Falschdarstellung der Rechten. Man muss hier nicht groß auf den Hass und die Hetze der Oberen der AfD eingehen. Es ist auch klar, dass dieser Hass und die Hetze zu den oben erwähnten Taten beigetragen haben. Ich will nicht verharmlosen, dass es auch auf der linken Seite unschöne und kriminelle Taten gibt. Mir scheint allerdings ein Unterschied zu sein, ob es sich um Sachschäden oder Tote handelt.

Karl Haas

Bad Aibling

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