Rechenbeispiel für die Riesenhütte

Zu den Berichten "In der 'Hölle' geht‘s nobel zu" im Politikteil und "Droht das Ende nach über 100 Jahren?" sowie zu diversen Leserbriefen im Regionalteil:

Wie kann es sein, dass die Höllentalangerhütte für fünf Millionen Euro neu gebaut werden kann und die Renovierung einer Bestandshütte für 2,5 Millionen Euro nicht durchgeführt werden kann?

Herr Vögele fragte woher die Gelder für die Renovierung kommen sollen. Antwort: 30 Prozent Zuschuss vom DAV-Bundesverband, 35 Prozent Darlehen vom DAV-Bundesverband und 35 Prozent Eigenkapital von der Sektion Oberland.

Wenn man davon ausgeht dass der Bundesverband des DAV alle Hüttenprojekte gleich unterstützt, wären ja schon mal 65 Prozent der Gesamtkosten gesichert. Bleiben also nur noch das Eigenkapital von 35 Prozent. Aber das gibt es eventuell nicht, da keine oder zu wenig Rücklagen für solche Projekte gebildet worden sind - ohne hier etwas unterstellen zu wollen. Noch ein anderer Ansatz: Die Sektion Oberland hat Rücklagen gebildet jedoch die Zuschüsse des Bundesverbandes des DAV fehlen da dieser ein "Prestigeprojekt" in Garmisch mehr bevorzugt. Man wird es vermutlich nie erfahren. Abgesehen davon lässt sich anhand des Baustils der neuen Höllentalangerhütte gut erkennen für welches Klientel hier gebaut wurde - für alle, die auf dem Berg wie in einem Hotel übernachten möchten und das ganze wenn möglich mit Events verbunden, die sicherlich nicht ausbleiben werden. Die Natur wird es danken und das Ganze mit dem Segen vom DAV dessen Logo das Alpen-Edelweiß ziert. Die Anmerkung von Herrn Vögele, der sagte, nach der Renovierung müsse der Schweinsbraten 50 Euro und das Bier 25 Euro kosten, ist aber nicht ganz nachvollziehbar, da bei der doppelt so teuer erbauten Höllentalangerhütte der Schweinsbraten 12,90 Euro kostet und die halbe Helles 4,30 Euro. Auch klare Worte sollten fertig gedacht werden.

Markus Mayer

Stephanskirchen

Ich dachte immer, der sprichwörtliche Pharisäer sei ausgestorben - da habe ich mich wohl getäuscht, Herr Vögele ... oder?

Hans-Peter Lesser

Samerberg

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