Rasende Rennradler

Zu „Mehr Verständnis zwischen Rad- und Autofahrern“ (Leserbrief):

Leserbriefschreiber Thomas Schwitteck stellt einige Forderungen im Namen der Rennradfahrer und der Radfahrer allgemein. Außerdem bemängelt er die „Rücksichtslosigkeit“ der Autofahrer. Jetzt müssen Kommunen neben dem Ausbau der Radwege auch noch Radweg-Kehrmaschinen anschaffen, damit die Möchtegern-Zabels ungehindert ihrem Sport frönen können! Illegale Autorennen sind zu Recht verboten, Autoposer werden überwacht, Rennradfahrer dagegen genießen nahezu Narrenfreiheit: Handzeichen beim Abbiegen? Nicht doch, da müsste man die Hand vom Lenker nehmen. Rechts-vor-links-Regelung? Der Autofahrer bremst sich doch leichter, hat gefälligst auf die geplagten Radfahrer zu achten! Bei geschlossener Bahnschranke rauschen Radfahrer kolonnenweise auf der Gegenspur an den haltenden Autos vorbei – auch bei sich öffnender Schranke – und zwängen sich zwischen den Autos durch. Sicherheitsabstand im Stadtgebiet? Da fehlt es am physikalischen Abschätzungsvermögen!

Beliebte „Rennstrecken“ sind die Abfahrten Irschenberg nach Götting und von Grub nach Au/Bad Feilnbach, da werden deftig die Kurven geschnitten. Trotz Ausweichens bekommt der Autofahrer schon mal den gestreckten Mittelfinger oder die geballte Faust gezeigt. Gegenüber älteren Radfahrern gewähre ich jegliche Nachsicht (bei zugeparkter Straße bleibe ich vor dem Engpass stehen), bei den „Sportradfahrern“ beharre ich schon mal auf meine Vorfahrt.“

Wolfgang Maier

Bruckmühl

Kommentare