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Quereinsteiger lösen unseren Lehrermangel nicht so einfach

Zum Bericht „Lehrerstreit: Minister rüffelt Professor“ (Bayernteil):

Das Thema Quereinsteiger ist ja nicht neu und wird bei der Lehrermangelverwaltung immer wieder auf den Tisch gebracht. Eine differenzierte, objektive Betrachtung wäre sinnvoller als pauschale Kritik. Ich kann mich sehr gut an den ersten Quereinsteiger an der Schule erinnern. „Ich habe vier Kinder, da komme ich sicher mit so einer Klasse zurecht“, waren seine Worte. Nach vier Wochen hat er kapituliert. Das Hauptproblem bei Quereinsteigern ist, sie bringen eine Menge an Fachwissen mit. Sie haben aber noch nie etwas von didaktischer Reduktion gehört. Das heißt, wie kann ich mein Uni-Niveau auf das Schülerniveau reduzieren. Weitere Probleme sind Schulrecht, Aufsichtspflicht. Die reine Wissensvermittlung ist nur ein Teil der Aufgaben. Lehrpläne fordern Handlungsorientierung. Lehrer sollen den Unterricht moderieren, Schüleraktivität steht im Vordergrund. Die damit verbundene Leistungsbeurteilung ist selbst für erfahrene Lehrkräfte eine He rausforderung.

Das Referendariat ist vorgesehen, begleitend Erfahrungen zu sammeln. Diese Zeit sollte nicht als Schnellkurs für Quereinsteiger zweckentfremdet werden. Nach meiner Erfahrung brauchten die „Neuen“ lange intensive Hilfestellungen und waren zunächst eher eine Belastung. Für kontraproduktiv halte ich auch die Aussage von Frau Fleischmann über pädagogisch wertvolle Quereinsteiger ohne vernünftige pädagogische Ausbildung. Die Kritik des Professors klingt hart, aber ist leider überwiegend zutreffend. Eine der wichtigsten Grundlagen für unsere Kinder ist die Bildung. Und unsere Bildungspolitik ist nicht in der Lage, ausreichend für vernünftig ausgebildete Lehrer zu sorgen.

Franz Heigl

Edling

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