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Putin und Biden: Zeit für ein Kamingespräch

Zur Berichterstattung über Nawalny und die Demokratiebewegung in Russland (Politikteil):

Dass dieser Mann vergiftet wurde, steht außer Frage. Dass der oder die Täter aus Russland kamen ebenso. Eine andere Frage ist, ob die zunehmende Verwendung der Personalie Nawalny gegen Putin und pro Demokratiebewegung in Russland gesamtheitlich betrachtet in unserem europäischen Interesse liegt. Da bestehen Zweifel.

Für das Opfer Nawalny wird sich ohnehin nichts zum Besseren wenden. In diesem Zusammenhang begonnene beziehungsweise geplante Sanktionen gegen Russland verpuffen, weil sie unwirksam sind. Und die Demokratiebewegung wird nach und nach zum Erliegen kommen. Vermutlich können 95 Prozent der russischen Bevölkerung mit der Demokratie nach unserem Verständnis ohnehin nichts anfangen. Die Menschen wollen besser leben, egal wer „Zar“ in Moskau ist. Die von den USA und ein paar Willigen in Europa geforderte Einstellung des Projekts Nord Stream 2 liegt allein im Interesse der USA. Nicht auszuschließen, dass diese Willigen auch noch das Kappen von Nord Stream 1 und ein Einfuhrverbot für den russischen Corona-Impfstoff „Sputnik“ mit Nachdruck fordern.

Die USA wären gut beraten, ihr Augenmerk auf China zu richten. Ich denke an Hongkong und Chinas Ambitionen hinsichtlich Taiwan, seiner zunehmenden Präsenz im Japanischen Meer und im Fernen Osten Russlands, um dort die Wirtschaft zu entwickeln – auf Sicht bestimmt nicht nur das. Vielleicht sollten die Präsidenten Biden und Putin in naher Zukunft ein Kamingespräch führen. Es ist für die Welt hohe Zeit, gemeinsam den Geist von Helsinki wiederzubeleben. Ein Wandel durch Annäherung, frei nach Willy Brandt.

Klaus Bleyl

Bad Feilnbach

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