Prämie für Lehrer nicht gerechtfertigt?

Zum Thema „500 Euro Prämie für 18000 Lehrer“ (Politik):

Eine Prämie für die privilegierten Lehrer und Schulleiter halte ich für völlig fehl am Platz und nicht gerechtfertigt: 1. Es wurde nichts bis wenig geleistet, um die Krise aktiv zu bewältigen. Meine Kinder hatten erst einmal zwei Wochen Zusatzferien (die sich die Lehrer genehmigten, ohne etwas zu tun) während des ersten Lockdowns, anstatt sofort an Online-Konzepten zu arbeiten. 2. Das Geld wäre besser in Digitalisierung angelegt. Die Schule meiner Kinder kann immer noch keinen ordentlichen Live-Unterricht gewährleisten, weil weder die Leitungen noch die Programme dafür ausgelegt sind – mit dem Argument Datenschutz: Die Schulen seien auch ein Hort von hochsensiblen Daten. 3. Das Geld wäre besser in der Schaffung kleinerer Klassen und der Einstellung zusätzlicher Lehrer angelegt, um einer Corona-Ausbreitung entgegenzusteuern. 4. Viele Krankenschwestern haben den Bonus nicht erhalten und viele haben ihre Jobs verloren: Die privilegierten Lehrer mit Massen an Urlaub, guten Jobs und einem guten Kreditrating haben eine Prämie weder verdient noch nötig. Die Klientelwirtschaft haben die Freien Wähler wohl auch schon verstanden.

Bernhard Schick

Raubling

So langsam fragt man sich schon, nach welchem Prinzip Herr Söder in der Krise Geld verteilt. Jetzt werden sogar schon Schulleiter und Lehrer mit 500 Euro extra belohnt. Das Gehalt dieser Personengruppe hat sich trotz Corona sicherlich nicht verschlechtert und auf den Gehaltslisten steht sie eh schon sehr weit oben. Natürlich war es mehr Arbeit, Online-Unterricht zu organisieren. Aber hätte eine Digitalisierung der Schulen nicht schon lange auf der To-do-Liste stehen sollen? Wenn schon Geld übrig ist, dann sollten mal diejenigen in den Genuss kommen, die wirkliche Einkommenseinbußen während oder bestimmt auch nach Corona haben: Gastronomie, Messeveranstalter, Tourismus...

Bianca Runge

Brannenburg

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