Politikversagen oder Panikmache?

Das besonders vom Klimawandelbetroffene Grönland will sein Schmelzwasser zum Exportprodukt machen. dpa
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Das besonders vom Klimawandelbetroffene Grönland will sein Schmelzwasser zum Exportprodukt machen. dpa

Zum Bericht „Der brüchige Kohle-Kompromiss“ und zur Berichterstattung über den Klimawandel (Politikteil):

Die Klimawahrsager (Klimatologen), seit Jahrzehnten in der Versenkung, erkannten, dass sie mit apokalyptischen Sensationsnachrichten maximale Beachtung erreichen. Je dicker, verzerrter, erschreckender aufgetragen, desto effektiver. „Diktatur der Gelehrten“, sagt dazu Professor Hans von Storch, Klimaexperte der Max-Planck- und Helmholtz-Gesellschaft, Zentrum Küstenforschung. Typisches Beispiel: Die chinesische Akademie der Wissenschaft stellt eine Temperaturerhöhung von 0,075 Grad Celsius in 2000 Meter Meerestiefe fest. Aufs tausendstel Grad gemessen! Das verbindet sie mit extremen Wirbelstürmen, verheerenden Waldbränden, Fischsterben und mehr. Gewürzt wird das Ganze mit dem Wärmewirkungseffekt von 36 Millionen Hiroshima-Atomexplosionen: Apokalypse hoch drei. Ziel erreicht: Die Akademie ist nun medienweit bekannt, der Klima-Horror zementiert. Trotzdem baut China jede Woche ein neues Kohlekraftwerk. Selbstverständlich erwärmt sich die Erde und das messbar. Natürlich trägt auch das eigengebraute CO2 dazu bei und muss reduziert werden. Selbstverständlich müssen wir schnell aus Kohle, Öl und Erdgas aussteigen und Atomkraftwerke weiterlaufen lassen, bis CO2-Neutralität erreicht ist, das letzte Kohlekraftwerk nicht erst 2035 abschalten und das brandneue nicht anfahren, wie geplant. Selbstverständlich sind Tiefbohr-Erdwärme, Sonne, Wind, Wasser und Meeresströmungen als Energiequellen einzusetzen. Natürlich ist die „Hysterie“ dabei ein schlechter Ratgeber. Ein stetiges sich Einstellen auf die Klimaveränderung und ein Abfedern dieser ist hier angesagt. Schritt für Schritt, wie bereits eingeleitet.

Ingrid Wieland

Prien

Eine EU, die sich ein irrsinniges, von Grünen und anderen Gutmenschen sowie von „welt- und politisch unerfahrenen unreifen Schülern“ propagiertes Ziel gesetzt hat, den Klimawandel in der EU mit Auflagen, Verboten und Belastungen zu stoppen, begeht Sabotage am Gemeinwohl der Bevölkerung Europas. Es hat und wird keinen erkennbaren Effekt durch menschliche Einflussnahme – insbesondere der Europäer – auf einen Klimawechsel aus der momentanen Wärmeperiode in eine abkühlende Periode geben. Es wird zu sozialen Konflikten kommen, die die homogenen Sozialstrukturen der Vergangenheit aus den Angeln heben werden. Ich möchte hier gar nicht weiter auf die unausgereiften technischen Voraussetzungen und Ressourcen etwas der E-Mobilität als Ersatz für die personelle und wirtschaftliche Mobilität der Bürger der EU eingehen, denn spätestens, wenn die Autobahnen mit stehengebliebenen E-Autos verstopft sind, weil trotz aller Beteuerungen der „Frau von der Leyen“ (sollte sie bis dahin im Amt sein) der Strom versiegt ist und die Oma ihr altes Feuerdampfbügeleisen aus dem Keller kramen muss. Für mich macht die E-Mobilität nur eine Genugtuung, wenn es gelänge, damit von der Abhängigkeit der Ölindustrieländer und deren zum Teil verbrecherischem Regime loszukommen. Aber dies wird wohl zu meinen Lebzeiten nicht eintreten, und so wie ich dann aus meinem diesseitigen Lehnstuhl mit ansehen kann, wie 2050 Europa in einen westeuropäischen Landesteil, Hauptstadt Paris, und einen osteuropäischen Teil, Hauptstadt Moskau, zerfallen wird.

Oskar Hennefarth

Haag

Klimawandel ist das Thema, das die Weltöffentlichkeit, vor allem aber die deutsche Szene, seit Jahr und Tag beherrscht. Medien, Politik, Wirtschaft und auch Wissenschaft ringen um die besten Ideen, wie dem Klimawandel Einhalt geboten werden könnte. Die Forderungen reichen vom Verzicht auf Fleischverzehr, über Verbot von Inlandsflügen bis zum Gebärstreik. Befeuert durch die Wutreden der kleinen Schwedin, die inzwischen den Status der Jeanne d‘ Arc des 21. Jahrhunderts hat, versuchen sich alle selbsternannten Experten, mit immer neuen Vorschlägen zu überbieten. Der viel kritisierte Trump gehört zu den wenigen Realpolitikern, die es wagen, sich der Realität zu stellen. Der Menschheit wird es nicht gelingen, den Klimawandel zu stoppen. Es sollte aber alles versucht werden, die Folgen des Klimawandels für die Menschheit erträglich zu gestalten. Diesem Ziel sollten alle Anstrengungen gelten. Alles andere ist Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Nordafrika, das heute weitgehend im Sand versinkt, war vor rund 2000 Jahren die Kornkammer Roms. Jordanien, einst ein blühendes Land, ist heute eine weitgehend unfruchtbare Gegend. Das 16. Jahrhundert erlebte eine Eiszeit; alle diese Veränderungen ohne Kohlekraftwerke, ohne Automobile, ohne Flugverkehr und ohne alle sonst verteufelten Klimaschädiger. Da raus sollten wir die Erkenntnis ziehen, dass es wenig Sinn macht, hinter der bedauernswerten, grandios instrumentalisierten, von einer PR-Agentur kommerzialisierten Schwedin herzulaufen. Den unumkehrbaren Klimawandel etwa mit regionalen Mobilitätsverboten Einhalt gebieten zu wollen, ist geradezu lächerlich. Derartige Aktivitäten dienen der lokalen Verbesserung der Luftqualität, für den Wandel des Klimas sind sie aber völlig bedeutungslos.

Alois Kröninger

Feldkirchen-Westerham

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