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Politikdramen in vier Akten

Zur Berichterstattung über die Maskenaffäre (Politikteil/Leserbriefe):

Die politische Situation erinnert mich an Schillers „Die Räuber“ oder Goethes „Der Zauberlehrling“. Hier parteipolitische Dramen in fünf Akten. Erster Akt: Deutschland leistet sich mit seinen 83 Millionen Einwohnern das zweitgrößte Parlament (709 Abgeordnete) der Welt. In der nächsten Legislaturperiode ab September 2021 rechnet man mit rund 800 Abgeordneten.

Zweiter Akt: Parlamentarier, die eigentlich unabhängig sein sollten, stocken ihre „Diäten“ unverblümt mit mehreren Tausend Euro monatlich, ja sogar mit Millionen-Jahresverträgen ohne Offenlegung auf. Pro Legislaturperiode werden Altersruhegelder ohne Abschläge in die Rentenkasse ausbezahlt. Eine Legislaturperiode von vier Jahren erbringt rund 1000 Euro monatliche Rentenzahlungen. Dafür muss ein Beamter oder Rentner 30 Jahre arbeiten.

Dritter Akt: Unverhohlen zwacken sich Bundestagsabgeordnete steuerfreie Provisionen aus mit Steuergeldern bezahlten Maskengeschäften privat ab und tun so, als wären sie mit ihrem schändlichen Tun noch im Recht. Scheinbar wurden mit Steuergeldern überhöht bezahlte Masken gekauft, oder wie setzten sich dann Provisionen in Höhe von 650 000 Euro beziehungsweise 250 000 Euro zusammen? Bei einem weiteren Bundestagsabgeordneten tauchen plötzlich Aktienoptionen über 250 000 US-Doller aus dem Nichts auf. Vierter Akt: Eine ehemalige Bundesministerin leistete sich Millionenverträge mit Beratern, deren Handynachweise plötzlich auf den Handy Account nicht mehr nachvollziehbar sind. Auch der Autobahngebührenflop in Höhe von rund 560 Millionen Euro hat der Steuerzahler ohne Konsequenzen für den Verursacher zu tragen.

Adelbert Schömer

Rosenheim

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