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OVB-Leserforum

„Mit den Sanktionen gegen Russland haben unsere Politiker diese Energiekrise ausgelöst“

Ein Bäcker und eine Auszubildende stehen am frühen Morgen mit einem T-Shirt „Rettet uns Bäcker“ in der Backstube.
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Ein Bäcker und eine Auszubildende stehen am frühen Morgen mit einem T-Shirt „Rettet uns Bäcker“ in der Backstube.

Die Energiekrise beschäftigt die Menschen in Deutschland und in unserer Region. Wenn es um die Schuldfrage geht, gehen die Meinungen weit auseinander.

Gabi Aloi (Haag): Frech, volksfremd und gierig waren unsere Politiker in den vergangenen 20 Jahren immer. Aber was jetzt abgeht, schlägt dem Fass den Boden aus. Überheblich, unverschämt und verlogen sind Kanzler Scholz, die Ampelkoalition und deren Parteien gegenüber ihrem Volk, dem sie geschworen haben, zum Wohle des Volkes zu sorgen und Schaden abzuwenden. Sie gehören alle angezeigt und vor Gericht. Dem Volk solchen Schaden zuzufügen zeigt, wie sie es eigentlich hassen. Wegen „energiepolitischer Vorgaben und CO2- Emissionsaufschlag“ wurde mir bereits im Januar mitgeteilt, dass der Gaspreis zum 1. März um 125,52 Prozent steigt. Das war lange vor dem Ukraine-Krieg.

Geldgeile Energiekonzerne und Scholz scheffeln Geld/Steuern ohne Ende und ohne jeden Funken Anstand. Wenn Scholz den Energieriesen Uniper retten will, bitte – dann auf seine Kosten. Wir wurden nicht gefragt, sollen aber mit der über Nacht eingeführten Gasumlage diesen Unfug finanzieren. Wo sind denn die Übergewinne der Energiekonzerne? Soll damit Uniper gerettet werden?

Mit den Sanktionen gegen Russland haben unsere Politiker (ohne das Volk zu fragen) diese Energiekrise ausgelöst. Sie sollten dafür haftbar gemacht werden. Sanktionen zurücknehmen. Nordstream 2 öffnen. Die Energiekrise wäre beendet. Was hat der Amerikaner hier zu melden, wenn wir ein eigener Staat sind?

Zum Dank für die Uniper-Rettung werden dann zusätzlich zur Gasumlage die Gaspreise empfindlich angehoben. Darauf kommen die Energiesteuer, die Konzessionsabgabe, die Netznutzungsentgelte, die Messstellenentgelte und der CO2- Emissionsaufschlag. Zur Krönung dann noch die Mehrwertsteuer. Ja, sind wir Bürger denn alle deppert geworden, uns das gefallen zu lassen? Wie sagte einst Merkel: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“

Holger Mairoll (Kolbermoor): Grün ist eine schöne Farbe. Grün als Partei ist eine Zumutung für uns Bürger. Was hat sich der Dr. phil. bei der AKW-Entscheidung gedacht? Experten raten doch dazu, die AKW im Streckbetrieb laufen zu lassen. Dazu braucht man keine neuen Brennelemente. Auch der Atommüll wird nicht mehr. Ein Weiterbetrieb bis Ende 2024 ist auch eine Option, die von Fachleuten befürwortet wird.

Aber selbstverständlich muss man die Grünen auch verstehen, hat Deutschland doch die unsichersten AKW, ist Deutschland ein Hochrisikoland was Erdbeben, vor allem was die gefährlichen Tsunami angeht. Wurde da von einigen Akademikern an der Realität vorbei studiert?

In einer „Zeitenwende“ wie der jetzigen sollte Partei-Ideologie (oder sollte ich sagen: Idiotie?) ganz weit hintenangestellt werden. Dafür werden nun wieder Kohlekraftwerke hochgefahren, die das „umweltfreundliche“ CO2in die Luft blasen. Den Erfolg haben wir in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen: superheiße Sommer, trockene Felder, Ernteausfälle, sinkende Grundwasserspiegel und so weiter.

In den jüngsten Interviews und Talkrunden ist der Dr. phil. Habeck ganz schön ins Schleudern gekommen. Wäre er doch Schriftsteller geblieben, der Schaden hielt sich in Grenzen. Sollte es im kommenden Winter das eine oder andere Mal dunkel werden, denke an das Lied von Karel Gott „Fang das Licht“, wo es unter anderem (leicht verändert) heißt: „Und fragst du, wie man die Dunkelheit besiegt, schau nach Tschechien, weil es dort noch Atomstrom gibt.“

Jürgen Keil (Vagen): Warum unterstellen wir Russland ständig, es wolle uns mit seiner Gaspipeline-Politik schaden? Warum macht keine Zeitung eine Schlagzeile auf mit dem, was Russland über sich selbst sagt? Es sagt „Wir sind technisch nicht in der Lage, eine Gaspipeline störungsfrei zu betreiben.“

Das ist keine böswillige Unterstellung, sondern genau das, was Russland über seine eigene Kompetenz zum Betrieb einer Pipeline sagt – und zum Beweis auch danach handelt. Jeder neue Pipeline-Kunde oder -Interessent Russlands weiß jetzt also, mit welchem Könner zum Betrieb einer Pipeline er sich einlässt.

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