Pflegepersonal rätselt wegen Ermittlungen

Zum Bericht „Auch Fixierung steht im Fokus“ (Regionalteil):

Wir haben den groß aufgemachten Artikel über die Ermittlungen in unserem Hause gesehen. Was Sie schreiben, hat uns doch sehr verwundert. Wir möchten klarstellen: Es gibt im Haus Chiemsee gar keine Fixierungen. Wir verfolgen den „Werdenfelser Weg“, also den Verzicht auf jegliche Fixierungen. Im ganzen Heim ist überhaupt kein Material für Fixierungen vorhanden. In ganz seltenen Fällen bekommen wir eine richterliche Anordnung, um nachts ein Bettgitter hochziehen zu können. Heimaufsicht und der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) haben bei ihren unangemeldeten Kontrollen nie eine rechtswidrige Fixierung gefunden. Im übrigen hatten wir Mitte Dezember eine große Kontrolle von Heimaufsicht und Gesundheitsamt. Es kam ein Team von neun Mitarbeitern zur Kontrolle des Pflegezustandes der Bewohner. Es wurden alle Bewohner geprüft und keinerlei Pflegemängel gefunden! Keiner hier im Haus kann verstehen, was genau die Polizei hier angeblich „ermitteln“ möchte. Wir finden es wirklich schlimm, wie man uns als Pflegekräfte an den Pranger stellt. Unser Haus ist an dem Corona-Ausbruch unschuldig. Wir haben zusammen gehalten und die Situation bewältigt. Unseren Bewohnern geht es gut, wir arbeiten gerne hier. Volle Unterstützung haben wir von unserer Pflegedienstleitung und unserem Heimleiter erhalten, die tagelang ohne Pause uns unterstützt haben. Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken.

Manuela Riedel, Maria Schording, Alica Puce, Suada Karajic, Karin Fenk und weitere 24 Mitarbeiter der Einrichtung „Haus Chiemsee“

Gstadt

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