Pflege-WG:Helfen statt beschweren

Nicht überall sind Schwerkranke geduldet. Foto dpa
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Nicht überall sind Schwerkranke geduldet. Foto dpa

Zum Bericht "Nachbarn beschweren sich bei Landratsamt München: Schwerstkranke unerwünscht" im Bayernteil:

Als ehemalige Ottobrunner/Hohenbrunner Bürgerin möchte ich folgendes anmerken: Arbeitet mit daran, Ihr "betroffenen" Nachbarn, den mit Sicherheit nicht freiwilligen Bewohnern und dem Pflegepersonal die Arbeit und den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Mäht den Rasen, gießt die Blumen, macht Besorgungen, drückt einmal einem der Betroffenen die Hand und schaut ihm/ihr in die Augen. Ihr werdet sehen, das ist ein Gewinn für alle Beteiligten und löst so manchen Knoten in den verhärteten menschlichen Beziehungen. Klar, niemand will in seiner Ruhe gestört werden - aber morgen schon können sich die Dinge kehren, und wir alle werden heilfroh sein, Helfer und Raum zur Seite zu haben, wenn es uns dreckig geht. Springt über Euren Schatten!

Grete Kissel

Bruckmühl

Die "lieben Nachbarn" dort glauben anscheinend, Krankheit und Tod würden nur die anderen treffen. Beim Lesen dieses OVB-Berichts überfiel mich der ganz unchristliche Wunsch, diese 17 mit Armut im Geiste und an Herz Geschlagenen mögen das Ende ihres Lebens so erleben, wie sie es nach ihrer Unterschrift unter diesen schändlichen Beschwerdebrief verdienen.

Gabi Köppl

Neubeuern

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