Pauschalverurteilung

Zu „Als Beamter in der AfD“ (Leserbrief von Hans Pingel):

Diesem Leserbrief ist entschieden entgegenzutreten. Wieder so ein selbst ernannter „Demokratiewächter“. Da wird eine „Diskussion“ über den Verbleib von AfD-Mitgliedern im öffentlichen Dienst angeregt – verbunden mit der Forderung nach „sofortigem“ Berufsverbot, Aberkennung des Ruhegehaltes, keine Hinterbliebenenversorgung und kein Beihilfeanspruch. Derartige Vorschläge verursachen bei mir nur Brechreiz. Welch eine Arroganz! Eine Pauschalverurteilung vieler Staatsdiener, die nicht hingenommen werden kann.

Berufsverbote und Gesinnungsjustiz, ja, das gab es schon mehrfach in Deutschland. Erinnert sei an das Dritte Reich, das jeden, der sich auch nur ansatzweise gegen das NS-Regime in Stellung brachte, mit Existenzvernichtung bedrohte. Fortsetzung dann in der DDR. Nicht noch einmal!

Es ist kein Wunder, wa rum sich gerade Polizisten und Staatsanwälte für die Alternative für Deutschland (AfD) engagieren. Gerade diese Berufsträger erleben doch hautnah die Zustände in unserer Republik. Und müssen oft genug erfahren, dass Täterschutz vor Opferschutz geht. Bei dem nach links verschobenen politischen Koordinatensystem war es doch geradezu unausweichlich, dass sich eine rechtskonservative Opposition herausbildet, die mittlerweile in allen Parlamenten vertreten ist und so manche von den Alt-Parteien unter den Tisch gekehrten Tabu-Themen zur Sprache bringt.

Peter Staudenhöchtl

Söchtenau

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