Auf Papst herunter geschaut

Zum Bericht "Kirche erreicht Menschen nicht mehr" (Im Blickpunkt):

Claudia Möllers und ihr Interview-Partner, der frühere Top-Manager-Berater Thomas von Mitschke-Collande, sorgen sich um die katholische Kirche - mit der Behauptung "Die Kirche erreicht die Menschen nicht mehr" buchwerbewirksam auf einer ganzen Seite. Mitschke-Collande hat sein Buch dem Papst geschickt. "Schaun wir mal, was passiert", meint er. "Ob der Papst es lesen wird? Ich weiß es nicht. Ich hoffe es. Vielleicht wirkt der Heilige Geist ein wenig mit." Hier lässt Frau Möllers den Buchautor von hohem Ross auf Papst Benedikt XVI. herunterschauen. Was die katholische Kirche betrifft, offenbaren die beiden jedoch eine unglaubliche Unkenntnis: Das Wort "Maria" findet man nicht ein einziges Mal. Wem das Grundwissen über die Rolle der Gottesmutter in der Kirche fehlt, der sollte niemandem Nachhilfe über die Kirche geben, schon gar nicht dem Papst. Der sagte im März auf dem Petersplatz: "Als Mutter Gottes und Mutter der Kirche übt Maria ihre Mutterschaft bis zum Ende der Geschichte aus... Durch das Hören auf den Herrn und das Beten war sie bereit, Mutter Gottes und Mutter der Kirche zu werden. Ihre Mutterschaft übt sie bis ans Ende der Zeiten aus, und ihr dürfen wir unser Leben anvertrauen. Von Maria können wir das Beten lernen, können wir neu lernen, aus der inneren Verbindung mit Gott zu leben. Der Heilige Geist mache euch alle froh und stark im Glauben."

Hans Schnitzlbaumer

Bruckmühl

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